UBA-Publikation zu Schadstoff-Freisetzungen in Luft, Wasser und Boden und Verbringungen mit dem Abwasser

Einen Überblick über die Daten des deutschen ⁠PRTR⁠ (Pollutant Release and Transfer Register) bietet das Umweltbundesamt (UBA) in einer neuen Publikation. Für jeden Schadstoff werden die Anzahl der gemeldeten Betriebe und deren Freisetzungen in Luft, Wasser und Boden sowie deren Verbringungen mit dem Abwasser dargestellt. Getrennt nach Industriebranchen werden Daten für das aktuelle Berichtsjahr 2023 in Tabellen und die Entwicklung seit 2007 in Diagrammen zusammengefasst. 

Deutschland hat neben der Europäischen Union (EU) und den EU-Mitgliedstaaten das UN-ECE-PRTR-Protokoll unterzeichnet und sich damit verpflichtet, ein nationales Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister (Pollutant Release and Transfer Register, PRTR) zur Information für die Öffentlichkeit aufzubauen und zu betreiben, erläutert das UBA. Die europäische PRTR-Verordnung (E-PRTR-VO) sowie das deutsche PRTR-Gesetz (SchadRegProtAG) bildeten dafür die rechtliche Grundlage. Für das PRTR sind Freisetzungen von Schadstoffen in Luft, Wasser und Boden, Verbringungen mit dem Abwasser sowie Entsorgung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen aus bestimmten industriellen Tätigkeiten jährlich zu berichten, wenn vorgegebene Schadstoffschwellenwerte bzw. Abfallmengen überschritten werden. 

In der E-PRTR-VO sind insgesamt 91 Schadstoffe gelistet. Im neuen Dokument des UBA werden ausschließlich Schadstoffe berücksichtigt, deren Freisetzung bzw. Verbringung von Schadstoffen im Abwasser im aktuellen Berichtsjahr von mindestens einem PRTR-Betrieb gemeldet wurden. Das UBA weist darauf hin, dass auf der Internetseite www.thru.de die deutschen PRTR-Daten für die Öffentlichkeit bereitgestellt werden. 

Die Publikation „Schadstoffe im PRTR - Situation in Deutschland“ finden Sie hier: link.euwid.de/kakbw

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