Ein integriertes Nährstoffmanagement muss etabliert und strengere Zielwerte für die Nährstoffeinträge der in die Nordsee mündenden Flüsse müssen gesetzlich verankert werden. Diese konkreten Ziele folgen aus den Projektergebnissen des internationalen Forschungsvorhabens NAPSEA („N and P – From Source to Sea“), wie das an dem Projekt beteiligte Umweltbundesamt (UBA) Mitte November mitteilte. Das Umweltbundesamt wird die Projektergebnisse nach eigenen Angaben aktiv in die nationalen und internationalen Diskussionen zur Bekämpfung der Eutrophierung einbringen. Der Policy Brief fasse Empfehlungen zusammen und zeige, wie ambitionierte Reduktionsziele für Rhein und Elbe erreicht werden könnten.
Als besonders wichtige Empfehlungen aus den Untersuchungen ergibt sich dem UBA zufolge, dass Ziele und Narrative von Nährstoffreduktionszielen wissenschaftlich begründet und nachvollziehbar sein sollten. Die Ableitung von Reduktionsbedarf und Zielwerten im Binnenland dienten nicht nur zur Vermeidung lokaler Eutrophierungsprobleme, sondern seien auch aufgrund der Anforderungen aus Sicht des Meeresschutzes erforderlich. Unterschiedliche ökologische Indikatoren tragen zur Absicherung abgeleiteter Reduktionsbedarfe bei; dabei sollten nicht nur einzelne Nährstoffe, sondern auch deren Verhältnisse berücksichtigt werden.
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