Umweltminister Carsten Schneider (SPD) hat anlässlich des Deutschen Naturschutztages Mitte März angekündigt, in Kürze ein Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur vorzulegen. Der neue Titel des früher als "Naturflächenbedarfsgesetz" bezeichneten Gesetzesvorhabens zeige, dass es im Kern um einen Gleichrang der natürlichen Infrastruktur – also gesunden Böden, klimafesten Wäldern oder nassen Mooren – mit der technischen Infrastruktur wie intakten Schienenwegen oder Erneuerbaren Energien gehe.
„Wir wollen mit dem Gesetz dafür sorgen, dass diejenigen belohnt werden, die Schutzgebiete stärken, Flussauen renaturieren, Hecken anlegen oder Moore wiedervernässen. Wir müssen Lebensräume wieder stärker miteinander verbinden. Deswegen wollen wir den Biotopverbund ausbauen. Und wir wollen, dass das schnell passiert“, erklärte Schneider.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die Ankündigung des Bundesumweltministers, zeitnah einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur vorzulegen, begrüßt, gleichzeitig aber die nach ihrer Auffassung massiven Einschnitte in geltendes Naturschutzrecht durch das Infrastrukturzukunftsgesetz kritisiert.
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