Die Verunreinigung der Gewässer ist eine immense Herausforderung für die kommenden Jahre. Das erklärte der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA) Dirk Messner, jetzt bei der Vorstellung des Umweltmonitors 2024, der zehn zentrale Themenfelder von Klima über Wasser und Luft bis hin zu Energie und Verkehr mit jeweils drei Schlüsselindikatoren auf einer Farbskala (grün, gelb, orange, rot) abbildet.
Die Defizite im Bereich Wasser zeigen sich laut dem UBA besonders deutlich – hier leuchten alle drei Indikatoren rot. So wird etwa der Grenzwert für Nitrat im Grundwasser seit 2008 jedes Jahr an etwa jeder sechsten Messstelle überschritten. Eine wesentliche Ursache hierfür liege in den Nährstoffeinträgen aus der Landwirtschaft. Auch der Blick auf Kunststoffmüll in der Nordsee sei ernüchternd. Nach wie vor gelangten große Mengen Müll in die Meere, wo Kunststoffe nur sehr langsam abgebaut werden. Bis zum Erreichen des vereinbarten Ziels werde noch viel Zeit vergehen wie auch beim ökologischen Zustand der Flüsse.
Die europäische Nitratrichtlinie, die Grundwasserrichtlinie sowie die deutsche Grundwasser- und Trinkwasserverordnung verpflichten dazu, Überschreitungen des Grenzwertes für Nitrat von 50 mg pro Liter zu verhindern. Allerdings wird laut dem Umweltbundesamt seit dem Jahr 2008 der Grenzwert jedes Jahr an etwa jeder sechsten Messstelle überschritten, heißt es im Umweltmonitor zum Nitrat im Grundwasser. Umfangreiche Änderungen des Düngerechts erlauben seit 2023 die Ausweisung besonders belasteter Gebiete verbunden mit strengeren Bewirtschaftungsauflagen sowie den Aufbau eines nationalen Monitoringprogramms.
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