Umweltverbände gegen Aufweichung der EU-Nitratrichtline für „Renure-Dünger“

EEB: Nitratrichtlinie ohne Neufassung beibehalten

Der EU-Ausschuss zur Nitratrichtlinie hat im September seine Stellungnahme zum Kommissionsvorschlag zur Anpassung der Nitratrichtlinie vorgelegt. Darauf hat der Deutsche Naturschutzring (DNR) hingewiesen. Künftig sollen sogenannte Renure-Düngemittel (Recovered Nitrogen from Manure) auch über die bisherige Obergrenze von 170 Kilogramm Stickstoff pro Hektar ausgebracht werden dürfen. Konkret könnten die Mitgliedstaaten zusätzliche 80 Kilogramm Stickstoff aus diesem aufbereitetem Wirtschaftsdünger genehmigen. Renure-Dünger sind Stickstoffdünger, die aus behandeltem Tierdung bestehen.

Das Europäische Umweltbüro (EEB) und weitere Umweltorganisationen kritisierten dies scharf. Sie bemängeln, dass die Initiative ohne Folgenabschätzung erfolgt und Änderungen vorgenommen würden, während die Richtlinie noch evaluiert wird. Eine Lockerung der Düngeregeln würde die Erreichung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) erschweren. Im nächsten Schritt geht der Rechtsakt an den Rat und das EU-Parlament zur formalen Zustimmung....

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