Vierte Reinigungsstufe: Klärwerk Ansbach erhält bis zu 6,7 Mio. Euro Förderung

Der Freistaat Bayern unterstützt im Klärwerk Ansbach den Bau einer vierten Reinigungsstufe zur Elimination von Spurenstoffen mit bis zu 6,7 Mio. Euro. Einen entsprechenden Förderbescheid hat Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) vor Ort übergeben, teilte das Umweltministerium in München mit. Mit der vierten Reinigungsstufe soll die Abwasserreinigung in Ansbach für rund 44.000 Menschen weiter verbessert werden. Die Kläranlage Ansbach gehöre zu 13 Kläranlagen, die mit oberster Priorität nachgerüstet werden.

„Sauberes Wasser ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Abwasserreinigung auf höchstem Niveau spielt dabei eine bedeutende Rolle“, sagte Glauber. Der Schlüssel für saubere Gewässer sei die vierte Reinigungsstufe. Bayern habe ein eigenes Förderprogramm für Kläranlagen aufgesetzt - für einen vorsorgenden Gewässerschutz. „So führen wir Wasser, das unsere Kläranlagen verlässt, in bester Qualität in unsere Gewässer und Böden zurück“, betonte Glauber. Sauberes Wasser sei jeden investierten Euro wert.

Rund 1,8 Mrd. Kubikmeter Abwasser werden in den ca. 2.300 kommunalen Kläranlagen Bayerns jährlich gereinigt. Etwa 90 strategisch ausgewählte Kläranlagen sollen laut Ministerium mit einer vierten Reinigungsstufe nachgerüstet werden. Die Anlagen seien nach fachlichen Gesichtspunkten anhand ihrer Ausbaugröße, des Abwasseranteils im Gewässer und der Relevanz für Trinkwassereinzugsgebiete ausgewählt worden. So könnten mit nur vier Prozent der Kläranlagen 40 Prozent des bayerischen Abwassers weitestgehend gereinigt werden.

Das Umweltministerium fördert den Bau der vierten Reinigungsstufe mit einem Zuwendungssatz von 50 Prozent, die bis Ende 2024 anfallenden Kosten sogar bis zu 70 Prozent. Damit unterstütze der Freistaat Kommunen beim Ausbau ihrer Abwasserinfrastruktur, so das Ministerium. Einen Zuwendungsbescheid für die vierte Reinigungsstufe hätten bereits die Städte Lindau, Erlangen und Schweinfurt erhalten.

Das Ministerium weist darauf hin, dass Bayern auf die stufenweise Erforschung und Einführung neuer Techniken setze, um die Qualität der Gewässer stetig zu verbessern. Eine effektive Abwasserbeseitigung sei unverzichtbar. Die Nachrüstung der größeren Kläranlagen mit vierten Reinigungsstufen sei Teil der bayerischen Strategie „Wasserzukunft Bayern 2050“.

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