Vorschlag: Trinkbrunnen vor öffentlichen Gebäuden

Mit Blick auf die Hitzewelle schlägt ein Landtagsabgeordneter der Fraktion der Linken in Thüringen den Ausbau von Trinkbrunnen vor. „Versiegelte Flächen, fehlende Verdunstung und mangelnde Verschattung sorgen dafür, dass sich Innenstädte immer stärker aufheizen“, sagte der umwelt- und klimapolitische Sprecher der Fraktion Jens Thomas laut Mitteilung. Zwar seien einige Kommunen schon auf dem richtigen Weg. „Das Land kann jedoch mehr tun, zum Beispiel Trinkbrunnen vor öffentlichen Gebäuden errichten oder deren Aufstellung fördern“, so seine Idee.

Der Abgeordnete ergänzte, dass Städte und Gemeinden jetzt auch Unterstützung für Entsiegelung, Begrünung, Schattenplätze, Regenwasserrückhalt und Hitzeaktionspläne brauchen. „Umso unverständlicher ist, dass die Landesregierung das erfolgreiche Förderprogramm KlimaInvest nicht fortführt“, so der Abgeordnete.

Eine Übersicht über bereits bestehende, kostenfreie Trinkbrunnen in Städten und Gemeinden hat das Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz entwickelt und die Karte online veröffentlicht. Dort werden etwa auch Freibäder, Tourist-Informationen, Friedhöfe, Grünanlagen und Gewässer angezeigt. Die Belastung ist auch deshalb so groß, weil die Temperaturen aktuell nachts keine wirkliche Abkühlung bringen. Extreme Wetterlagen wie diese sind wegen der Klimakrise häufiger geworden - und dürften noch weiter zunehmen. Nach Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hat die durchschnittliche Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad in Deutschland zugenommen. (EUWID/dpa)        

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