Wasserbedarf hängt von Klima, Wirtschaft und Politik ab

UBA-Studie entwickelt vier Zukunftsszenarien

Klimawandel, sozioökonomische sowie politische Entwicklungen beeinflussen den zukünftigen Wasserbedarf in Deutschland. Häufigere und länger anhaltende Dürreperioden sind insbesondere für den landwirtschaftlichen Sektor problematisch. Obwohl derzeit nur etwa 3,3 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland bewässert werden, ist der Bewässerungsbedarf zwischen 2009 und 2022 um 47 Prozent angestiegen, heißt es in dem Bericht „Entwicklung des zukünftigen Wasserbedarfs in verschiedenen Sektoren“, den das Umweltbundesamt (UBA) herausgegeben hat. Unter weiter fortschreitendem Klimawandel werde eine weitere Zunahme des Bewässerungsbedarfs prognostiziert.

Die Problematik der Wasserknappheit beschränke sich jedoch nicht nur auf die Landwirtschaft; auch Trinkwasserversorgung, industrielle Produktion und Kühlwasserbedarfe seien zu berücksichtigen, besonders vor dem Hintergrund der wachsenden Relevanz wasserintensiver Wirtschaftszweige wie Halbleiterfertigung, Kühlung von Rechenzentren und Wasserstoffproduktion.

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