Wasserhaushalt in Thüringen aufgrund der anhaltenden Trockenheit weiter unter Druck

Aktueller Niedrigwasserbericht des Landesamts für Umwelt erschienen

Die anhaltende Trockenheit und überdurchschnittlich hohe Temperaturen setzen den Wasserhaushalt in Thüringen weiter unter Druck. Das geht aus dem aktuellen Niedrigwasserbericht des Thüringer Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) hervor. Das hydrologische Winterhalbjahr 2025/26 war demnach mit rund 200 mm Niederschlag etwa 40 Prozent trockener als im langjährigen Mittel. Gleichzeitig lagen die Temperaturen mit durchschnittlich 3,6 °C um 1,7 °C über dem Referenzwert. Damit setzt sich der Trend zu trockenen Frühjahren fort.

Die ausbleibenden Niederschläge haben die Grundwasserneubildung deutlich beeinträchtigt. Im Januar 2026 wiesen 75 bis 80 Prozent der Grundwassermessstellen niedrige Wasserstände auf – ein deutlich schlechterer Wert als im ohnehin schon angespannten Vorjahr. Besonders betroffen sind der Südwesten Thüringens, das Altenburger Land und das Thüringer Becken. Auch die Bodenfeuchte liegt weiterhin deutlich unter dem Normalniveau.

Das Bodenfeuchtemessnetz des TLUBN, das derzeit 27 Messstellen umfasst, belegt das anhaltende Feuchtedefizit. Die Winterniederschläge der vergangenen zwei Jahre, die sich im Vergleich zum feuchten Winter 2023/24 nahezu halbiert haben, reichen nicht aus, die Bodenwasserspeicher – vor allem in größeren Tiefen – wieder aufzufüllen. Lesen Sie mehr.........

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