Zu häufig landet immer noch im WC, was dort nicht hingehört

Obwohl die überragende Mehrheit der Bevölkerung weiß, was nicht in die Toilette gehört, landet dennoch zu häufig im Abfluss, was dort nicht entsorgt werden sollte. Die Folge sind erhebliche Belastungen für Kanalisation, Kläranlagen und Umwelt – und hohe Kosten für die Allgemeinheit. Erfreulicherweise wissen 90,8 Prozent der Teilnehmer einer aktuellen Befragung im Auftrag des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), dass Hygieneartikel, Medikamente, Speisereste und Zigarettenkippen nicht in der Toilette entsorgt werden sollten. Dieses Wissen ist über alle Altersgruppen hinweg hoch ausgeprägt – bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil bei 83,0 Prozent, bei den über 65-Jährigen sogar bei 93,5 Prozent.

Wie der VKU anlässlich des Tages des Toilettenpapieres am 26. August berichtet, werden Feuchttücher und Speisereste besonders häufig entsorgt. So haben 45 Prozent der Befragten bereits Speisereste wie Soßen oder Öl über die Toilette entsorgt. Auch Feuchttücher (20,9 Prozent), Tampons, Binden oder Kondome (6,8 Prozent) sowie Zigarettenkippen (4,7 Prozent) wurden schon einmal über das stille Örtchen entsorgt. Der Anteil der Personen, die Watte oder Wattepads bzw. Wattestäbchen ins WC schon einmal entsorgt haben, lag bei 4,5  bzw. 3,1 Prozent, während bei 4,2 Prozent schon einmal Medikamente in der Toilette gelandet sind. Der Anteil der Befragten, der keines der genannten Produkte in die Toilette entsorgt hat, betrug 40 Prozent.

Der Anteil derjenigen, die Feuchttücher über die Toilette entsorgt haben, ist bei jüngeren Menschen ausgeprägter als bei älteren. Während 37,2 Prozent der 18- bis 29-Jährigen dies bereits getan haben, liegt der Anteil in der Altersgruppe 30 bis 49 Jahre bei rund 25 Prozent. Ab 50 Jahren sinkt der Wert: 17,3 Prozent der 50- bis 64-Jährigen und nur 15,3 Prozent der über 65-Jährigen geben an, Feuchttücher über die Toilette entsorgt zu haben.

Besonders feuchtes Toilettenpapier, das laut Herstellern über das WC entsorgt werden kann, ist laut dem VKU nicht unproblematisch. Zwar wurden die Produkte in den letzten Jahren verbessert, sie sind aber nach wie vor deutlich beständiger als herkömmliches Toilettenpapier. Selbst wenn sie sich wegspülen lassen, lösen sie sich im Kanal nicht schnell genug auf. Hersteller empfehlen zwar, nicht mehr als zwei Tücher gleichzeitig zu entsorgen, doch aus der Praxis sei bekannt, dass auch diese vermeintlich geringen Mengen zu technischen Problemen führen können, wenn sie sich mit anderen Abfällen verbinden.

Civey hat für den VKU vom 13. bis 15. August 2025 online 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren befragt.

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