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VG Karlsruhe weist Klage eines Versorgers gegen Bau von Brunnen zur Bewässerung ab

VG Karlsruhe weist Klage eines Versorgers gegen Brunnen zur Bewässerung ab
Bewässerung ©alexmisu - stock.adobe.com
07.10.2020 − 

Durch die bestimmungsgemäße Bewässerung von Ackerflächen ist keine Erhöhung einer vorhandenen PFC-Belastung des Rohwassers zu befürchten. Das geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Karlsruhe hervor, das den Beteiligten aktuell zugestellt worden ist.

Mit dem Urteil hat das Verwaltungsgericht die Klage des Wasserversorgungsverbandes Vorderes Murgtal gegen die wasserrechtliche Erlaubnis zum Bau und Betrieb eines Brunnens auf der Gemarkung Haueneberstein in Baden-Baden zur Beregnung und Bewässerung landwirtschaftlich genutzter Flächen abgewiesen.

Der Wasserversorgungsverband versorgt seine Mitgliedsgemeinden mit Trink- und Brauchwasser. Zu diesem Zweck betreibt er unter anderem fünf Tiefbrunnen, die sich auf den Gemarkungen Haueneberstein und Rastatt-Niederbühl befinden, so das Gericht zum Sachverhalt. Im Juli 2016 erteilte die beklagte Stadt Baden-Baden dem zum Verfahren beigeladenen Landwirt die befristete Erlaubnis zum Bau und Betrieb eines Brunnens auf seinem auf der Gemarkung Haueneberstein gelegenen landwirtschaftlich genutzten Grundstück, um dieses zu beregnen und zu bewässern.

Gegen den entsprechenden Bescheid erhob der Wasserversorgungsverband Klage. Er machte im Wesentlichen geltend, angesichts bereits vorhandener Belastungen mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) in dem von ihm geförderten Wasser sei infolge der dem beigeladenen Landwirt erlaubten Grundwasserentnahme eine Beeinträchtigung der öffentlichen Wasserversorgung zu befürchten.

Dem ist das Verwaltungsgericht Karlsruhe nicht gefolgt. Zur Begründung führt es im Wesentlichen aus, für eine Beeinträchtigung der mengenmäßigen Grundwasserentnahme über die von dem Wasserversorgungsverband betriebenen Tiefbrunnen, die durch die dem beigeladenen Landwirt erlaubte Grundwasserentnahme verursacht werde, bestünden keine Anhaltspunkte.

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