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Haverie auf Rhein 2011: „Waldhof“ alleine für Unfall verantwortlich

Haverie auf Rhein 2011: „Waldhof“ alleine für Unfall verantwortlich
Bildquelle: mojolo - Fotolia
23.03.2018 − 

Die Havarie des Schiffs „Waldhof“ vor sieben Jahren auf dem Rhein ist nur von dem Säuretanker allein verursacht worden. Das entschied das Oberlandesgericht Köln als Rheinschifffahrtsobergericht am Dienstag. Die mit Schwefelsäure beladene „Waldhof“ war in der Nacht zum 13. Januar 2011 auf dem Mittelrhein nahe der Loreley gekentert. Bei der Havarie kamen zwei Besatzungsmitglieder ums Leben. Nach dem Vorfall war der Rhein 32 Tage lang gesperrt. Experten sprachen vom „folgenschwersten Unfall auf dem Rhein seit Menschengedenken.“ Zum befürchteten Austritt der Säure kam es damals nicht.

Die „Waldhof“ kenterte und kollidierte mit einem anderen Schiff laut Gericht kurz nachdem das Schiff „Acropolis“ an ihr vorbei gefahren war. Die „Waldhof“ sei zum Unfallzeitpunkt um 633 Tonnen mit Schwefelsäure überladen gewesen. Den Gesamtschaden hat die Eigentümerin der „Waldhof“ dem Gericht zufolge auf rund 3,5 Mio. Euro beziffert, mit der Klage hat sie einen Betrag von rund 1,6 Mio. Euro gegen die Eigner der „Acropolis“ geltend gemacht. Die Klägerin meint, dass die „Acropolis“ in der Begegnung fehlerhaft gefahren und somit für das Unglück mitverantwortlich sei.

Das Oberlandesgericht ist nun zu dem Schluss gekommen, dass der Schiffsführung der „Acropolis“ keine schuldhafte Pflichtverletzung anzulasten sei, die zur Havarie geführt habe. Dies habe auch ein Gutachten bestätigt. Der gerichtliche Sachverständige habe überzeugend erläutert, dass die Fahrrinne ausreichend breit für die Begegnung der beiden Schiffe gewesen sei. Auch liege kein Verstoß gegen die nautische Sorgfaltspflicht vor.

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