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Möglicher Gewässer-Eintrag von Mikroplastik kann Kunstrasenplatz derzeit nicht stoppen

Möglicher Gewässer-Eintrag von Mikroplastik kann Kunstrasenplatz derzeit nicht stoppen
© sebra - Fotolia
12.08.2019 − 

Mikroplastik, das durch Abrieb von Kunstrasen frei wird, stellt momentan noch keinen gesundheits- oder umweltschädlichen Stoff im Sinne der REACH-Verordnung der EU dar. In den Anhängen der Verordnung werde werde Mikroplastik nicht aufgezählt. Unter anderem mit dieser Feststellung hat das Verwaltungsgericht Stuttgart den Antrag eines Landwirts gegen den Bau eines Kunstrasen-Spielfeldes mit einem Beschluss abgelehnt. Der Landwirt hatte vorgebracht, dass seine Grundstücke nachhaltig beeinträchtigt würden, wenn der Belag durch Auswaschungen in das Grundwasser gelange.

Dem Verwaltungsgericht Stuttgart zufolge lässt sich ein Verstoß des Vorhabens gegen Normen, die den Antragsteller schützen, nicht erkennen. Eine unmittelbare nationale Regelung für diese Partikel bestehe derzeit nicht, heißt es in dem Beschluss weiter.

Kein Verstoß gegen Normen zu erkennen

Für Beeinträchtigungen durch chemische Stoffe der meisten Arten finde allerdings die REACH-Verordnung unmittelbar Anwendung. Diese stellt sicher, dass lediglich chemische Stoffe hergestellt, in Verkehr gebracht und verwendet werden, die die menschliche Gesundheit oder die Umwelt nicht nachteilig beeinflussen.

Mikroplastik, wie es sich im Granulat befindet durch Abrieb des Kunstrasens frei wird, stelle momentan noch keinen gesundheits- oder umweltschädlichen Stoff im Sinne dieser Verordnung dar, weil er in deren Anhängen nicht aufgezählt wird.

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