|  

OVG: Keine Verpflichtung gegenüber Nachbarn zur Vorsorge für extreme Starkregenereignisse

OVG: Keine Verpflichtung gegenüber Nachbarn zur Vorsorge für extreme Starkregenereignisse
Justitia ©Hans-Jörg Nisch - stock,adobe.com
30.09.2021 − 

Grundsätzlich besteht keine Verpflichtung gegenüber den Nachbarn, auch für extrem seltene Starkregenereignisse Vorsorge zu treffen, damit kein Oberflächenwasser auf die Nachbargrundstücke abläuft. Das geht aus einem  unanfechtbaren Beschluss des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hervor.

Zwar sei die Annahme der Antragsteller richtig, dass die Bemessung der Entwässerungseinrichtungen auf dem Vorhabengrundstück nicht ausreiche, um im Fall von katastrophalen Starkregenereignissen, die über ein zehnjähriges Ereignis hinausgehen, jeden Abfluss von Oberflächenwasser auf ihre Grundstücke zuverlässig zu verhindern. Eine derart weitgehende, auch auf extrem seltene Ereignisse bezogene Risikovorsorge sei den Nachbarn gegenüber jedoch nicht geschuldet, so das OVG.

Das Fehlen einer weitergehenden Vorsorge könnte sich damit allenfalls dann als rücksichtslos erweisen, wenn entweder Niederschlagswasser gezielt auf die Nachbargrundstücke geleitet würde und diese damit zur Abwehr von Schäden am eigenen Grundstück missbraucht würden oder Schäden in außergewöhnlichem Ausmaß zu befürchten wären, denen auch mit Selbsthilfemaßnahmen nicht begegnet werden könnte.

Beides sei hier nicht der Fall.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − VG Schleswig-Holstein: Frischwassermaßstab grundsätzlich nicht zu beanstanden

BVerwG: Ausnahme von Wasserentnahme-Abgabe gilt nicht für Massentierhaltung  − vor