
Die Emschergenossenschaft hat den Ausbau ihres größten Hochwasserrückhaltebeckens, der Emscher-Auen an der Stadtgrenze zwischen Dortmund-Mengede und Castrop-Rauxel-Ickern, weitgehend abgeschlossen, und das gesamte Fassungsvolumen von 1,1 Mio. m³ steht nun vollständig zur Verfügung. Bei der Inbetriebnahme im Jahr 2013 befand sich das Becken noch in einem Zwischenzustand, berichtet die Emschergenossenschaft.
Weil die Emscher damals noch Abwasser führte, wurden die vier Einzelbecken zum Schutz bei Trockenwetter durch niedrige Dämme von ihr abgetrennt, daher lag das nutzbare Volumen zunächst bei 900.000 m³. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Emscher-Umbaus Ende 2021 und der vollständigen Abwasserfreiheit in der gesamten Emscher war der Weg frei, die bisherigen Trenndämme zwischen den vier Becken zu beseitigen, das Hochwasserrückhaltebecken in seinen geplanten Endzustand zu überführen und zugleich die Emscher zu renaturieren. „Die Arbeiten, die Anfang 2023 begonnen haben, sind nun bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen. Rund 70 Mio. Euro haben wir hier in den Ausbau des Hochwasserschutzes investiert“, erklärte der Vorstand für Wassermanagement und Technik bei der Emschergenossenschaft, Frank Obenaus, bei einer Besichtigung der Emscher-Auen, die jetzt ein einziges Becken bilden.
Nach weiteren Angaben der Emschergenossenschaft wurden zur Förderung der Biodiversität innerhalb des Beckens zudem eine Vogelinsel modelliert und mehrere Vertiefungen in der Beckensohle angelegt, die dauerhaft unter Wasser stehen und wertvolle Lebensräume für verschiedene Tierarten schaffen sollen. Mit dem Wegebau im Nahbereich des Hochwasserrückhaltebeckens Emscher-Auen soll im 1. Quartal 2026 begonnen werden, so dass mit einer Fertigstellung voraussichtlich im Sommer 2026 zu rechnen ist. Teilweise parallel zu diesen Arbeiten wird dann auch die Renaturierung des Heimanngrabens durchgeführt, dessen Fertigstellung für Herbst 2026 geplant ist.



