Forschende der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) haben einen tragbaren Schnelltest entwickelt, der das Molekül Urobilin in äußerst geringen Konzentrationen nachweisen kann. Wie es in einer Mitteilung der BAM heißt, entsteht Urobilin beim Abbau des Blutfarbstoffs, wird ausgeschieden und dient als natürlicher Hinweis dafür, dass Rückstände menschlicher oder tierischer Exkremente im Wasser vorhanden sind. Der neue Test liefert in unter einer Minute ein zuverlässiges Ergebnis und erleichtert so die Einschätzung der Wasserqualität vor Ort. Mikrobiell belastetes Wasser stelle weltweit ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, und zwar vor allem dort, wo Labore fehlen und schnelle Untersuchungen wichtig sind.
Weltweit nutzten Milliarden Menschen Wasserquellen, deren hygienische Qualität unklar oder schwer zu überwachen sei. Klassische mikrobiologische Verfahren für die Analyse benötigten bis zu 24 Stunden, seien kostenintensiv und erforderten spezialisierte Labore für die Auswertung. Diese Verzögerungen erschweren der BAM zufolge eine sichere Trinkwasserversorgung, Entscheidungen bei Hochwasserereignissen oder in Regionen mit unzureichender Laborinfrastruktur.
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