Nachdem der Durmersheimer Gemeinderat im Januar den Bebauungsplan „Schwimmende PV-Anlage Stürmlinger See" als Satzung einstimmig beschlossen hat, hat das Landratsamt Rastatt diesen als Baurechtsbehörde jetzt auch genehmigt und zudem der Betreibergesellschaft die wasserrechtliche Erlaubnis erteilt. Das geht aus einer Mitteilung der badischen Gemeinde hervor. Die Anlage, die mit einer Gesamtfläche von 7,25 ha und einer Gesamtleistung von ca. 13,91 MWp errichtet wird, soll sauberen Strom für rund 13.000 Menschen erzeugen. Das sei etwas mehr als die Gesamtbevölkerung Durmersheims. Es entstehe eine der größten schwimmenden PV-Anlagen in Deutschland.
Durmersheim entwickele sich mit dem Ausbau der Nahwärme, den geplanten sieben Windenergieanlagen und der schwimmenden Solaranlage zu einem Leuchtturm der Energiewende, erklärte Bürgermeister Klaus Eckert (SPD) bei der Übergabe der Genehmigungspapiere. Landrat Prof. Christian Dusch (CDU) betonte erneut das Ziel des Landkreises Rastatt, den Bereich der erneuerbaren Energien deutlich auszubauen: „Ich hoffe auf viele weitere Projekte dieser Art im Landkreis Rastatt, der aufgrund seiner Kiesseen ein enormes Potenzial bereithält."
Betrieben wird die schwimmende Solaranlage von einer Betriebsgesellschaft unter dem Dach der in Bayern sitzenden BayWa r.e. Solar Projects GmbH. Zu den weiteren Gesellschaftern zählen die BürgerEnergiegenossenschaft Durmersheim (BEG) und die Wilhelm Stürmlinger & Söhne GmbH & Co. KG als Betreiber des Kieswerks auf dem Stürmlinger See.
Das Projekt ist nach Angaben der Gemeinde vor Ort in der Bevölkerung völlig unumstritten. Es habe keine Proteste gegen das Projekt gegeben und im Bebauungsverfahren seien keine Einwendungen oder Stellungnahmen der Bevölkerung eingegangen. Beklagt wird, dass gemäß der aktuellen Gesetzgebung die schwimmende Solaranlage nur auf 15 Prozent der Wasseroberfläche errichtet werden darf.
Erfahren Sie, warum der Bebauungsplan auf 30 Prozent der Wasseroberfläche angelegt wurde und welche weiteren Schritte geplant sind.........




