Um die Nitratbelastung von Böden, Gewässern und Grundwasser zu begrenzen, ist es nach einer neuen Studie entscheidend, hydrologische Veränderungen innerhalb bestimmter „Feuchtigkeitsgrenzen“ zu halten. Die im Fachmagazin Science veröffentlichte Untersuchung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) zeigt, dass nicht nur die Höhe der Stickstoffeinträge, sondern auch die Dynamik des Wasserhaushalts maßgeblich beeinflusst, wie viel Nitrat ausgewaschen wird.
Werden die Feuchtigkeitsgrenzen durch extreme Trockenheit oder außergewöhnlich nasse Bedingungen überschritten, steigt das Risiko der Nitratauswaschung deutlich an. Als Gegenmaßnahmen nennen die Forschenden die Begrenzung von Klimaextremen sowie die Verringerung menschlicher Nitrateinträge, etwa durch optimierte Düngung, Fruchtfolgen und eine verbesserte Abwasserbehandlung.
Wie die Projektleiterin Prof. Doerthe Tetzlaff vom IGB und der Humboldt-Universität zu Berlin erklärt, können die Feuchtigkeitsgrenzen „dabei helfen, einen sicheren Handlungsspielraum zu definieren, der gegenüber hydrologischen Veränderungen widerstandsfähig ist. Sie können auch genutzt werden, um potenziell erhöhte Risiken bei der Nitratauswaschung zu identifizieren.“...




