Da aufgrund des Klimawandels künftig sowohl häufiger mit langen Trockenperioden als auch mit starken Niederschlagsereignissen und nachfolgendem Hochwasser gerechnet werden muss, hat der Ruhrverband einen neuen Bewirtschaftungsplan der Ennepetalsperre erarbeitet. Der neue Bewirtschaftungsplan, der im Juni in Kraft getreten ist, berücksichtige jahreszeitliche Schwankungen im Stauinhalt, wie der Ruhrverband Anfang August mitteilte. Herzstück des Bewirtschaftungsplans sei die Einführung variierender Lamellengrenzen, die nicht allein den Stauinhalt betrachten, sondern auch die Jahreszeit berücksichtigen.
Denn auf Grund jahreszeitlicher Schwankungen sei es ein großer Unterschied, ob der Stauinhalt von acht Millionen Kubikmeter, der bislang ganzjährig die erste Lamellengrenze zur erlaubten Reduzierung der Mindestwasserabgabe darstellte, im Frühjahr oder im Herbst auftritt. Der Bewirtschaftungsplan, der unter anderem präzise regle, welche Wassermenge als Mindestabgabe aus der Talsperre an das Unterwasser abgegeben werden muss, sei vom Ruhrverband in Abstimmung mit dem Trinkwasserversorger AVU Gevelsberg erarbeitet und durch die Bezirksregierung Arnsberg genehmigt worden.
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