BfG: Maifischbestand in der Mosel wächst deutlich

Die Wiederansiedlung des Maifischs in der Mosel zeigt nach aktuellen Angaben der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) deutliche Erfolge. An der Fischaufstiegsanlage an der Moselstaustufe Koblenz wurden im Jahr 2026 bislang bereits 102 aufsteigende Maifische registriert. Im gesamten Vorjahr waren es noch 32 Tiere. Die BfG sieht darin ein starkes Indiz dafür, dass sich die Rückkehr der einst im Rhein- und Moselsystem ausgestorbenen Wanderfischart zunehmend etabliert.

Der Maifisch galt seit den 1960er Jahren in Rhein und Mosel als ausgestorben. Mit der Verbesserung der Wasserqualität und dem Start des EU-LIFE-Maifischprojekts im Jahr 2007 wurden umfangreiche Wiederansiedlungsmaßnahmen eingeleitet. Seitdem werden jährlich hunderttausende Maifischlarven im Rheinsystem ausgesetzt und Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit umgesetzt.

Besonders bemerkenswert sei, dass in diesem Jahr erstmals zwei Maifische für wissenschaftliche Untersuchungen gefangen werden konnten. Nun soll geklärt werden, ob die Tiere aus Besatzmaßnahmen stammen oder bereits Nachkommen natürlich reproduzierender Maifische sind. Ein entsprechender Nachweis wäre die erste bestätigte Fortpflanzung der Art in der Mosel seit ihrem Aussterben vor rund 80 Jahren.

Auch aus dem Rhein werden steigende Maifischbestände gemeldet. Die aktuellen Beobachtungen gelten als Hinweis darauf, dass die Renaturierungs- und Wiederansiedlungsmaßnahmen im Rheinsystem langfristig Wirkung zeigen. Nach Einschätzung der BfG bleibt die Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit eine zentrale Voraussetzung für die dauerhafte Rückkehr von Wanderfischarten.

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