BHQ NRW: Neue Methoden zur Bemessung extremer Hochwasser an Stauanlagen

Pilotprojekt prüft weiterentwickelte statistische und modellbasierte Verfahren

In einem neuen Pilotprojekt unter der Leitung des Erftverbandes geht es um die Bestimmung von Bemessungsabflüssen für Stauanlagen in Nordrhein-Westfalen. Zur Ermittlung von Bemessungshochwasser (BHQ)-Werten gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, zum einen die extremwertstatistische Auswertung der Abflüsse der Zuflusspegel und zum anderen Simulationen mit Niederschlag-Abfluss-Modellen und entsprechenden Auswertungen. Wie der Erftverband in seiner aktuellen Mitgliederzeitschrift berichtet, sind in beiden Ansätzen in den letzten Jahren neue Verfahren entwickelt worden.

Ziel des Pilotprojekts BHQ NRW ist es, diese Verfahren exemplarisch an Stauanlagen im Einzugsgebiet von Rur (Olef-, Urft- und Rurtalsperre) und Erft (Hochwasserrückhaltebecken Eicherscheid, Horchheim und Niederberg) anzuwenden und Empfehlungen zu deren Anwendbarkeit abzuleiten.

Im Bereich der hydrologischen Extremwertstatistik sollen insbesondere Verfahren untersucht werden, die physikalisch begründete Grenzzustände des Abflussgeschehens berücksichtigen. Dabei wird angenommen, dass Abflüsse mit abnehmender Eintrittswahrscheinlichkeit – d.h. bei sehr seltenen Ereignissen – nicht unbegrenzt weiter ansteigen, sondern sich einer hydrologisch-physikalischen Obergrenze annähern, der Probable Maximum Flood (PMF), die das theoretisch maximal mögliche Hochwasserereignis unter gegebenen Einzugsgebietsbedingungen beschreibt. Erfahren Sie mehr.........

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