Bioraffinerie produziert grünen Wasserstoff aus industriellen Reststoffströmen

Demonstrationsanlage des Fraunhofer IGB testet zwei Verfahrensmodule

Im badischen Rheinfelden ist Anfang August die Demonstrationsanlage „SmartBioH2-BW“ eingeweiht worden. Die Bioraffinerie nutzt am Standort der Evonik Industries AG in der Produktion anfallende Spülwässer und Reststoffe, um daraus mithilfe zweier gekoppelter biotechnologischer Verfahren grünen Wasserstoff und organische Grundstoffe herzustellen. Das teilte das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB mit, das das Projekt koordiniert. Der Testbetrieb laufe nun unter realen Bedingungen. Die Anlage werde durch das Förderprogramm „Bioökonomie – Bioraffinerien zur Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall und Abwasser – Bio-Ab-Cycling“ des Landes Baden-Württemberg mit Landesmitteln und Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.

Evonik, Hersteller von Spezialchemikalien, ist als assoziierter Partner an dem Projekt beteiligt. Am Standort Rheinfelden produziere das Unternehmen unter anderem Wasserstoffperoxid, das als Desinfektionsmittel eingesetzt wird, erklärte das Institut. Hierfür werde, ebenso wie für andere Produktionsprozesse im Werk, Wasserstoff benötigt, den das Unternehmen bislang vor Ort aus Erdgas produziere. Die vom Fraunhofer IGB konzipierte, geplante und aufgebaute Bioraffinerie bestehe aus zwei gekoppelten Verfahrensmodulen zur biotechnologischen Produktion von Wasserstoff: der fermentativen Dunkelphotosynthese durch Purpurbakterien und einem zweistufigen Prozess mit Mikroalgen.

Weitere Einzelheiten zur Bioraffinerie finden Sie hier...

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