Auf die Stabilisierung von Grundwasser und Quellen im Landkreis Südwestpfalz für eine gesicherten Trinkwasserversorgung zielt das Projekt „Grundwasser-Stabilisierung und Quellen-Renaturierung vor dem Hintergrund des weltweiten Klimawandels“ ab, das die Daniel-Theysohn-Stiftung vorgestellt hat. Das von der Stiftung entwickelte Projekt beinhalte die Kombination konkreter Maßnahmen, die die Wassersituation für Grund- und Oberflächengewässer verbessern und Quellen im Fördergebiet der Stiftung aufwerten sollen, teilte die Daniel-Theysohn-Stiftung mit. Ziel dabei sei es, mithilfe von mehreren langfristig angelegten Aktionen die Grundwasserneubildung nachhaltig zu fördern.
Im Zuge des Klimawandels sinken die Grundwasserspiegel, was sich wiederum auf die Quellen auswirkt - dies lasse sich auch im Pfälzerwald und damit im Fördergebiet der Stiftung beobachten. „Wir verzeichnen mehr Hitze und Trockenheit im Sommer, aber auch mehr Starkniederschläge. All dies verhindert ganz erheblich die Grundwasserneubildung, während zugleich die Wasserentnahme steigt“, erklärte Gerhard Andreas, Geschäftsführer der Daniel-Theysohn-Stiftung, die Ausgangslage des Projekts. Gerade bei kleineren Grundwasservorkommen, wie sie typisch für den Pfälzerwald seien, könne dies zu Wassermangel mit allen Konsequenzen für die damit verbundenen Lebensräume führen.
Quelle des Saarbrunnens wird renaturiert
Den Auftakt des Projekts bilde die Renaturierung der Quelle des Saarbrunnens an der Landesstraße 478 Ludwigswinkel/Eppenbrunn. Die früher zur Trinkwassergewinnung genutztes Quelle werde dafür seit Jahren nicht mehr benötigt. Ihr Quellwasser könne wieder an die Oberfläche geleitet werden und damit für vielfältige Gewässerbiotope erneut zur Verfügung stehen, so die Stiftung. Nachfolgend sollten weitere Quellbereiche verbessert werden, so etwa der Rossbrunnen in Fischbach bei Dahn und die beiden Quellen im Magazineck bei Nothweiler. Angestrebt werde zudem, die natürliche Biodiversität in den Quellen und Oberläufen zu entwickeln und zu stärken.
Für die Konzeption und Umsetzung des anspruchsvollen Projekts sowie die Koordination mit den jeweiligen Verwaltungen und Genehmigungsbehörden habe die Stiftung den Gewässerbiologen Holger Schindler von ProLimno, einer Gesellschaft für Süßwasserökologie, Gewässerpflege- und Entwicklungskonzepte, verpflichtet.
Die Daniel-Theysohn-Stiftung hat es sich nach eigenen Angaben zur Aufgabe gemacht, die Lebensqualität in der Südwestpfalz zu stärken. Neben der Unterstützung gemeinnütziger Institutionen und Vereine, die sich u.a. dem Umwelt- und Naturschutz sowie der Landschaftspflege verschrieben haben, initiiere die in Ludwigswinkel ansässige Stiftung auch selbst der Gesellschaft nutzende Aktionen.




