DWA-Klimapreis für Herten, Göttingen und TU Darmstadt

Der diesjährige DWA-Klimapreis ist für blau-grüne Stadtentwicklung, Starkregenvorsorge und Regenwassermanagement verliehen worden. Wie die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) mitteilt, begeisterte die Stadt Herten, die den ersten Platz belegt, mit ihrem Projekt „Der Park kommt in die Stadt“ durch eine beispielhafte Verbindung von Stadtgestaltung, Klimaanpassung und sozialem Mehrwert. Im Fokus des DWA-Klimapreises stehen Projekte, die zeigen, wie technische Innovation, Wirtschaftlichkeit und ökologische Verantwortung erfolgreich zusammenspielen können – und wie die Wasserwirtschaft aktiv zum Klimaschutz und zur Bewältigung des Klimawandels beiträgt. Ausgezeichnet werden ausschließlich realisierte Maßnahmen mit Leuchtturmcharakter.

Die Stadt Herten überzeugte laut der DWA mit der klimaangepassten Umgestaltung der Ewaldstraße und des Place d’Arras. Eine vormals versiegelte Innenstadtfläche wurde in einen grünen, lebendigen Stadtraum verwandelt. Ein unterirdischer Speicher ermöglicht die nachhaltige Nutzung von Regenwasser zur Bewässerung, während Wasserspiele und Begrünung die Aufenthaltsqualität deutlich steigern. Die Maßnahme entlaste das Mischwasserkanalsystem bei Starkregenereignissen und sei ein Beispiel für die wasserbewusste Stadtentwicklung. Das Projekt kombiniere auf herausragende Weise die Anpassung an den Klimawandel mit einer Verschönerung des Stadtbildes.

Die Stadt Göttingen erhielt den zweiten Platz des DWA-Klimapreises für ihr umfassendes Konzept zur privaten Starkregenvorsorge. Mit einer webbasierten Gefahrenkarte, kostenloser Vor-Ort-Beratung und einem städtischen Klimafonds zeige Göttingen, wie Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Klimaanpassung eingebunden werden können. Über 600 Beratungen seit Projektstart belegten die hohe Akzeptanz in der Stadt.

Die Technische Universität (TU) Darmstadt belegt den dritten Platz mit ihrem innovativen Regenwassermanagement am Campus Lichtwiese. Die intelligente Kombination aus Versickerung, Brauchwassernutzung und Begrünung verbessere das Mikroklima, fördere die Grundwasserneubildung und schaffe zugleich ein Naherholungsgebiet für Studierende und Anwohnende. Das Projekt „Regenwasserbewirtschaftungsanlage für die nachhaltige Wassernutzung“ ist Teil eines Forschungsansatzes zur künstlichen Grundwasserneubildung und wird vom Fachgebiet Hydrogeologie wissenschaftlich begleitet. Im „Living Lab“ werden Daten zur Wasserqualität und zum Grundwasserspiegel gesammelt. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen der Grundlagenforschung zur Trinkwasserbereitstellung.

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