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Baden-Württemberg: Mehr Hochwasserschutz an Weschnitz, Leimbach, Rench und Körsch

Baden-Württemberg: Mehr Hochwasserschutz an Weschnitz, Leimbach, Rench und Körsch
Symbolbild Hochwasser
28.04.2021 − 

Die Planung und Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen in Baden-Württemberg schreitet weiter voran. Mitte April hat das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe in Weinheim an der Weschnitz mit den Arbeiten zum Neubau des Hochwassermeldepegels „Pegel Weinheim“ begonnen. Parallel dazu werden die Ufer saniert und ökologisch aufgewertet.

Wie es in einer Mitteilung der Behörde heißt, existieren in der Weschnitz in Weinheim derzeit zwei Pegel, der „alte“ Pegel Weinheim und die Seilkrananlage (SKA) Weinheim. Am Pegel Weinheim-SKA werden Abflussmessungen durchgeführt. Allerdings könne der Wasserstand nicht eindeutig bestimmt werden, da die naheliegende Abfahrtsrampe bei erhöhten Wasserständen Turbulenzen und somit Wellengang erzeuge, wodurch der Wasserstand bei gleichen Abflüssen unterschiedliche Werte annehme. Eine eindeutige Zuordnung von Wasserstand zum Abfluss sei jedoch für die Zuverlässigkeit der Hochwasservorhersage essentiell. Am nur rund 100 Meter entfernten alten Pegel Weinheim sei die Messtechnik veraltet und dieser könne nicht für die Wasserstandsmessung genutzt werden.

Mit den nun beginnenden Bauarbeiten werde daher auf der anderen Gewässerseite des alten Pegels Weinheim ein neuer Pegel zur Wasserstandsmessung errichtet und die alten Messeinrichtungen mit dem Pegelschacht werden rückgebaut. Wegen der losen Wasserbausteine im unteren Uferbereich der Weschnitz werde parallel zum Neubau auch die Böschung saniert und die Gewässerökologie aufgewertet. So soll die Weschnitz zukünftig mehr Lebensraum für Tiere und Pflanzen bieten, unter anderem werden eine Niedrigwasserrinne und Flachwasserzonen für Jungfische hergestellt, ein Fischunterstand gebaut sowie vereinzelte Störsteine und Lenkbuhnen eingebaut.

Maßnahme am Leimbach in Wiesloch kann umgesetzt werden

Des Weiteren berichtet das Regierungspräsidium, dass die geplante Hochwasserschutzmaßnahme am Leimbach-Oberlauf umgesetzt werden kann. Der am 19. Januar 2021 durch die Genehmigungsbehörde, dem Landratsamt Rhein-Neckar, erlassene Planfeststellungsbeschluss zur Maßnahme sei nun bestandskräftig und werde nun umgesetzt. Damit werde ein weiterer Teilabschnitt der Hochwasserschutzkonzeption Leimbach-Hardtbach, bestehend aus insgesamt fünf Maßnahmen, gebaut. Die Maßnahme betreffe einen 1,4 km langen Abschnitt des Leimbachs im Stadtgebiet von Wiesloch zwischen der Einmündung des Waldangelbachs im Bereich des ehemaligen Postmühlenwehrs und der Brücke „In den Weinäckern“.

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