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Baden-Württemberg: Mehr Kläranlagen sollen vierte Reinigungsstufe erhalten

Baden-Württemberg: Mehr Kläranlagen
© Michael Schtze - Fotolia
17.01.2020 − 

Um Spurenstoffe wie Rückstände von Arzneimitteln aus dem Abwasser herauszufiltern, sollen mehr kommunale Kläranlagen in Baden-Württemberg mit einer vierten Reinigungsstufe ausgerüstet werden. Intensiviert werden soll vor allem der Ausbau an besonders sensiblen Gewässern. Das teilte das Umweltministerium in Stuttgart gestern mit.

Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) habe den Ministerrat darüber informiert, dass im Land etwa 125 der etwa 900 kommunale Kläranlagen für eine sogenannte vierte Reinigungsstufe in Frage kommen. Mit einem solchen Ausbau könnten Spurenstoffe, beispielsweise Rückstände von Arzneimitteln, herausfiltert werden, sagte Untersteller. Das könne dazu beitragen, dass der ökologische Lebensraum von Gewässern erhalten bleibt und die Trinkwasserressourcen noch besser geschützt werden.

Umrüstung bislang mit 32 Millionen Euro gefördert

Aktuell seien im Rahmen der Spurenstoffstrategie bereits 16 kommunale Kläranlagen im Land mit der vierten Reinigungsstufe ausgerüstet. Bei weiteren 16 Kläranlagen werde eine solche Reinigungsstufe gerade gebaut oder geplant. Damit könne das Abwasser von mehr als zwei Millionen Menschen von Spurenstoffen gereinigt werden – vorsorglich und über die gesetzlichen Anforderungen hinaus, stellte Untersteller fest. Baden-Württemberg sehe sich damit als Vorreiter in Deutschland und Europa.

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