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Behandelte Abwassermenge in baden-württembergischen Kläranlagen wieder rückläufig

Behandelte Abwassermenge in baden-württembergischen Kläranlagen wieder rückläufig
Bildquelle: EUWID
25.05.2018 − 

In Baden-Württemberg ist die auf den Klärwerken behandelte Abwassermenge im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Grund hierfür ist ein deutlich gesunkener Fremdwasseranfall. Das geht aus den Ergebnissen des 44. Leistungsvergleichs der kommunalen Kläranlagen in Baden-Württemberg hervor, die der Landesverband Baden-Württemberg der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) veröffentlicht hat. Insgesamt haben die kommunalen Klärwerke Baden-Württembergs im vergangenen Jahr 1,545 Milliarden Kubikmeter Abwasser behandelt. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,678 Milliarden Kubikmeter gewesen, heißt es in dem Bericht.

Am Leistungsvergleich haben diesmal 913 (Vorjahr: 916) kommunale Kläranlagen mit einer Ausbaugröße von 21,6 Millionen Einwohnerwerten (EW) teilgenommen. Wie in den Vorjahren wird knapp die Hälfte der Ausbaugröße, und zwar etwas mehr als zehn Millionen EW, von 39 Kläranlagen der Größenklasse 5 (ab 100.000 EW) abgedeckt. Über 9,7 Millionen EW erreichen die 305 Anlagen der Größenklasse 4 (10.001 bis 100.000 EW). 147 Kläranlagen der Größenklasse 3 (5.001 bis 10.000) decken eine Ausbaugröße von gut einer Million EW ab.

Wie dem Bericht weiter zu entnehmen ist, lag der in den Abwassermengen mitbehandelte Regenwasserabfluss im Jahr 2017 bei 611 Millionen Kubikmetern. Der Schmutzwasserabfluss sei nahezu gleich geblieben und belaufe sich auf rund 570 Millionen Kubikmeter. Das Fremdwasser wird mit 352 Millionen Kubikmetern beziffert. Der Fremdwasseranteil bei Trockenwetterzuflüssen betrage im Mittel 38 Prozent und liege auf dem niedrigen Niveau der Jahre 2011 und 2012. Unter 25 Prozent Fremdwasseranteil haben dem Bericht zufolge 240 Anlagen (7,2 Millionen EW Ausbau). Einen mittleren Fremdwasseranteil von 25 Prozent bis 50 Prozent weisen 340 Anlagen (10,1 Millionen EW) auf. Die Anzahl der Kläranlagen mit sehr hohen Fremdwasseranteilen von mehr als 50 Prozent sei deutlich auf 325 Anlagen (4,0 Millionen EW) gesunken,.

Hinsichtlich der Verschmutzungswerte im Zulauf fällt auf, dass gleichermaßen für alle Parameter die Ergebnisse der verschiedenen Kläranlagen eine große Streubreite aufweisen, so die DWA in ihrem Bericht. Der Medianwert – der Wert, welcher von 50 Prozent der Kläranlagen unter- bzw. überschritten wird – erreichte beim CSB 397 mg/L, bei der Nges-Konzentration 42,5 mg/L sowie bei der Pges- Konzentration 5,7 mg/L.

Bei den Ablaufwerten zeigen Kläranlagen mit einer Anschlussgröße größer 1.000 EW nur geringe Unterschiede bei den CSB-Ablaufwerten, stellt der Bericht fest. Mehr als 70 Prozent der Größenklassen 2 bis 4 hätten im Mittel CSB-Werte im Ablauf von unter 20 mg/L erreicht. In der Größenklasse 5 seien es 50 Prozent der Anlagen. Die auf Nitrifikation ausgelegten Anlagen, die rund 90 Prozent aller Kläranlagen in Baden-Württemberg ausmachen, hätten weitgehend unabhängig von der Größenklasse sehr niedrige NH4-N-Ablaufwerte aufgewiesen.

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