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Bestände wandernder Süßwasserfische sind zwischen 1970 und 2016 massiv gesunken

Bestände wandernder Süßwasserfische sind zwischen 1970 und 2016 massiv gesunken
Der Rückgang in Europa liegt bei 93 Prozent.
29.07.2020 − 

Die Bestände wandernder Süßwasserfische sind weltweit zwischen 1970 und 2016 um durchschnittlich 76 Prozent zurückgegangen. In Europa liegt der durchschnittliche Rückgang sogar bei 93 Prozent, dabei sind die Verbauung und Veränderung der Flüsse sowie die Überfischung die größten Treiber des Schwundes. Das geht aus einem Bericht hervor, den die World Fish Migration Foundation, die Zoological Society of London (ZSL), der World Wide Found For Nature (WWF) und weitere Partnern erstellt haben. Sie untersuchten insgesamt 1.406 Bestände wandernder Süßwasserfische wie der Forelle, dem Aal oder dem Stör.

60 Prozent der Gewässer im schlechten ökologischen Zustand

Philipp Wagnitz vom WWF Deutschland nennt die Zahlen einen „Weckruf für den besseren Schutz unserer Süßwasserlebensräume gerade auch in Europa“. Laut dem Bericht sind derzeit in der EU 60 Prozent der Flüsse, Seen, Feuchtgebiete und Bäche in einem schlechten ökologischen Zustand. Die Verbauung der Flüsse spiele dabei eine zentrale Rolle.

WWF fordert Baustopp für neue Wasserkraftanlagen

„Mindestens eine Million Barrieren hindern Europas Flüsse am freien Fließen. Dass Wanderfische angesichts der Verschmutzung, Überfischung und der vielen Wehre, Drainagen, Dämme und Wasserkraftwerke überhaupt noch zu ihren Laichplätzen kommen, ist unglaublich“, meint der WWF-Süßwasserexperte. Zum besseren Schutz der Süsswasserarten fordert der WWF, keine neuen Wasserkraftanlagen zu bauen und stattdessen erneuerbare Energiequellen wie Solar und Wind stärker zu fördern.

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