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BfG und Goethe-Universität: Flusssedimente wirken als Senke für Mikroplastik

BfG und Goethe-Universität: Flusssedimente wirken als Senke für Mikroplastik
Die Elbe.
08.07.2020 − 

Flusssedimente wirken als Senke für Mikroplastik. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) und der Goethe-Universität Frankfurt, die zusammen das Vorkommen von Mikroplastik in der Elbe untersucht haben. Dazu haben sie das Flusswasser und die Flusssedimente von der mittleren über die untere bis hin zur äußeren Elbe beprobt. Ziel war es, die Verteilung von Mikroplastik in Flusssystemen besser zu verstehen, heißt es in einer Mitteilung der BfG.

Die Analyse von insgesamt elf Probenahmestellen entlang der mittleren Elbe und flussabwärts habe gezeigt, dass die Konzentration von Mikroplastik im Sediment rund 600.000 Mal höher sei als im Wasser. Aus der Konzentrationsverteilung folgern die Forscher, dass Sedimente in Fließgewässern eine bedeutende Senke für das im Wasser enthaltene Mikroplastik sind. Dabei stimme die Größenordnung der an der Elbe gemessenen Werte mit denen anderer deutscher Flüsse wie Rhein, Main, Donau und Weser überein. Aber auch im Vergleich mit internationalen Flusssystemen belegten die Mikroplastik-Konzentrationen der Elbe einen mittleren Rang.

Auch haben die Wissenschaftler beobachtet, dass die Mikroplastik-Konzentrationen in Fließrichtung abnehmen. Dabei hat sich das Vorkommen von Mikroplastik insbesondere im Einflussbereich der Gezeitenströmung merklich reduziert. Als mögliche Ursachen nennt die BfG eine erhöhte Dynamik des Wasserkörpers und den damit verbundenen Abtransport von Mikroplastik in die Nordsee sowie eine Verdünnung der Mikroplastik-Konzentration durch eingetragene marine Sedimente.

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