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BfG-Wissenschaftler entwickeln Leitfaden für gewässerschonende Bootsanstriche

BfG-Wissenschaftler entwickeln Leitfaden für gewässerschonende Bootsanstriche
Biofouling (© gulfu photography/Getty Images)
26.05.2020 − 

Wissenschaftler der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) haben untersucht, wie sich die Biozidbelastung deutscher Gewässer durch Bootsanstriche reduzieren lässt. Dazu haben sie einen Leitfaden entwickelt, der es Bootsbesitzern erleichtern soll, die Gewässer zu schonen, teilte die BfG mit. Der Leitfaden sei im Rahmen des Projekts „Minimierung von Umweltrisiken der Antifouling-Schiffsanstriche in Deutschland“ entstanden, das vom Umweltbundesamt (UBA) initiiert und vom Bundesumweltministerium (BMU) finanziert wurde. Er enthalte Informationen zu Antifouling und den Umweltrisiken, die durch Antifouling-Produkte entstehen.

Bootsanstrichen auf Kupferbasis werden zum Teil Co-Biozide beigemischt

Wie die BfG näher ausführte, enthalten Antifouling-Beschichtungen oft Biozide, die unterbinden, dass sich Organismen ansiedeln. Bis zum Verbot im Jahr 2008 hätten zahlreiche Hersteller Tributylzinn (TBT) verwendet. Danach seien vermehrt Anstriche auf Kupferbasis auf den Markt gekommen. Im Vergleich zu TBT habe Kupfer jedoch eine geringere Wirkungsbreite, weshalb den Anstrichen zum Teil Co-Biozide beigemischt werden. Diese seien durch ihre toxische Wirkung auf Kleinstlebewesen jedoch bedenklich.

Biozide lösen sich aus Bootsanstrichen heraus

Besonders kritisch sei, dass sich die Biozide im Wasser aus den Bootsanstrichen herauslösen, machte die BfG deutlich. Einige Gewässer wiesen bereits erhöhte Konzentrationen dieser Substanzen auf. In Deutschland gebe es bislang jedoch nur in einigen Regionen Einschränkungen zur Verwendung biozidhaltiger Anstriche.

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