|  

BMU fördert Naturschutzprojekt mit 13,6 Millionen Euro

BMU fördert Naturschutzprojekt mit 13,6 Millionen Euro
Bildquelle: Volker Gehrmann, Nabu
05.12.2018 − 

Der Bund fördert das Naturschutzgroßprojekt Untere Havelniederung mit weiteren 13,6 Millionen Euro. Das teilte das Bundesumweltministerium (BMU) mit. Mit der Verlängerung des Projekts bis ins Jahr 2025 sollen vor allem Überflutungsflächen wieder an den Fluss angebunden werden. „Die Renaturierung von Flüssen ist eine Generationenaufgabe. Wir unterstützen dieses Vorhaben des Nabu seit Beginn und mit insgesamt mehr als 28 Millionen Euro Bundesmitteln bis 2025. Was wir aus diesem wegweisenden Projekt an der Havel lernen, wird uns auch bei der Renaturierung anderer Wasserstraßen helfen, wie wir sie beispielsweise mit dem ‚Blauen Band Deutschland‘ umsetzen werden“, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) bei der Übergabe des Förderbescheids an den Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Dienstag.

Das Naturschutzgroßprojekt Untere Havelniederung des Nabu wird den Angaben des BMU zufolge seit 2005 durch dessen Programm „chance.natur“ gefördert. Es sollen hier naturschutzfachliche, verkehrliche und wasserwirtschaftliche Ansprüche bei der Renaturierung einer Bundeswasserstraße berücksichtigt werden. In dem Projekt werden verschiedene Renaturierungsmaßnahmen auf 9.000 Hektar Fläche umgesetzt. Beispielsweise seien Auengehölze gepflanzt, Altarme und Flutrinnen wieder an die Havel angebunden und Uferbefestigungen entfernt worden.

Weitere Maßnahmen wie die Wiederanbindung von Überflutungsflächen durch den Deichrückbau stehen noch an. Mit der nun bewilligten Aufstockung und Verlängerung des Projekts bis zum Jahr 2025 kann dem Ministerium zufolge gewährleistet werden, dass die Maßnahmen vollständig umgesetzt werden.

Die Untere Havelniederung bildet zusammen mit den angrenzenden Niederungen das größte zusammenhängende Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas. Etwa 1.000 bedrohte und geschützte Arten, zum Beispiel der Fischotter und der Fischadler, sind in der Region beheimatet. Die dort siedelnden Arten benötigen den Angaben zufolge jedoch naturnähere Lebensräume, da der derzeitige Ausbauzustand der Havel, die Stauhaltung und die Überdüngung des Wassers den Artenreichtum noch bedrohe. Dies wolle das Projekt großflächig ändern und deshalb fördere das BMU das Projekt in diesem Umfang. Der Nabu zeigte sich erfreut über die weiteren Fördermittel und betone die Bedeutung des Projekts für den Umwelt- und Artenschutz.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren. Sie wollen mehr? Das aktuell vergünstigte Premium-Abo+ bietet Ihnen eine perfekte Kombination aus dem Print- und Digitalangebot von EUWID Wasser und Abwasser.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − BfN: Nährstoffbelastungen der Gewässer gefährden Deutschlands Pflanzenwelt

AGW fordert verschärfte Düngeverordnung für NRW  − vor