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BUND Naturschutz fordert bayernweites Moratorium für neue Klärschlammverbrennungsanlagen

BUND Naturschutz fordert bayernweites Moratorium für neue Klärschlammverbrennungsanlagen
Ist die P-Rückgewinnung aus Aschen nachhaltig?
14.06.2021 − 

Der BUND Naturschutz in Bayern (BN) fordert von der bayerischen Staatsregierung den sofortigen Stopp aller Planungen und Genehmigungsverfahren für den Aus- und Neubau von Klärschlammverbrennungsanlagen im Freistaat. „Bayern braucht nachhaltige Lösungen für die Behandlung und Verwertung von Klärschlamm“, erklärte der BN-Landesbeauftragte Martin Geilhufe. Ziel müssten geschlossene Stoffkreisläufe, eine Minimierung der Schadstoffbelastung für die Umwelt und Klimaneutralität sein. „Mit dem Bau von Klärschlammverbrennungsanlagen in ganz Bayern können diese Ziele nicht erreicht werden“, warnte er.

Bayern begebe sich derzeit in eine Einbahnstraße, kritisierte die Sprecherin des BN-Landesarbeitskreises Abfall, Waltraud Galaske. „Stehen die Verbrennungsanlagen einmal, kann kaum mehr auf nachhaltigere Verfahren umgestellt werden.“ Durch die zahlreichen aktuellen Planungen in Bayern drohten sogar Überkapazitäten. Nach Ansicht des Sprechers des BN-Landesarbeitskreises Wasser, Peter Hirmer, werden bei der Verbrennung von Klärschlamm Schadstoffe abgegeben, die Gewässer belasten könnten. Außerdem könne es zu einer Anreicherung von umweltschädlichen Stoffen in Böden, Pflanzen oder Tieren kommen.

Der BN verweist auf die im Jahr 2017 novellierte Klärschlammverordnung, die ab 2029 für Kläranlagen ab 100.000 Einwohnerwerten und ab 2032 für Kläranlagen ab 50.000 Einwohnerwerten die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm verpflichtend vorschreibt. Das Verfahren, Phosphor aus der Asche rückzugewinnen, werde derzeit als einfachste Lösung propagiert. Der BN hält dieses Verfahren allerdings für nicht nachhaltig und fordert ein Umdenken bei der Abwasserbeseitigung und der Klärschlammverwertung und -entsorgung.

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