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BUND setzt mit einem neuem Projekt die Auenrenaturierung an der Elbe fort

BUND setzt mit einem neuem Projekt die Auenrenaturierung an der Elbe fort
Auenlandschaft an der Elbe
24.08.2021 − 

Mit seinem neuen Projekt „Auenentwicklung zwischen Elbe und Aland" setzt das BUND-Auenzentrum Burg Lenzen seine Bemühungen um den Erhalt und die Förderung der Auen im Unesco-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe fort. Es sichere damit dauerhaft regionale Populationen gefährdeter Amphibien wie Rotbauchunke, Moor- und Laubfrosch, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

In Deutschland seien viele Amphibien auch von der erfolgreichen Renaturierung der Auen an großen Flüssen abhängig. Nur neun Prozent der Auen seien bundesweit in einem guten Zustand. Laut Roter Liste zählten insbesondere ursprüngliche Arten der Auen wie die Rotbauchunke zu den besonders gefährdeten Amphibienarten.

Bereits 2019 hatte der BUND in einem großen Naturschutzprojekt das Auenjuwel Hohe Garbe im Norden Sachsen-Anhalts wieder an das Hochwassergeschehen der Elbe angebunden, heißt es weiter. Das Nachfolgeprojekt zwischen Elbe und Aland widme sich schwerpunktmäßig nun dem angrenzenden Garbe-Polder. Das eingedeichte Gebiet zeichne sich durch artenreiche Auenwiesen und zahlreiche Auengewässer aus. Doch seit einigen Jahren leide es unter niedrigen Wasserständen, und Auen seien auf das natürliche Kommen und Gehen vom Flusswasser angewiesen.

„Mit unserem neuen Projekt schaffen wir die Grundlagen dafür, dass sich künftig auch im Garbe-Polder die Bedingungen für auentypische Arten und Lebensräume deutlich verbessern können. Zudem wollen wir Flutrinnen in der Hohen Garbe noch weiter aufwerten und so den Wassereinstrom in das Gebiet bereits bei kleineren Hochwasserereignissen weiter optimieren. Dadurch wird zugleich die Vernetzung von Fluss und Aue gestärkt", so Projektleiter Dieter Leupold.

Kartierung führte zu erfreulichen Ergebnissen

Im Garbe-Polder wurden als erster Schritt Daten zur biologischen Vielfalt erhoben. Laut Leupold führte die Kartierung zu erfreulichen Ergebnissen. Die Auenwiesen im Garbe Polder seien überaus artenreich und großflächig in einem guten Zustand. Ihnen komme eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung zu. Trotzdem sei der Bestand an typischen Wiesenvögeln, wie dem Kiebitz, sehr gering. Doch bei den Amphibien, wie Rotbauchunke, Moor- und Laubfrosch, sehe es noch schlechter aus. Sie litten unter den niedrigen Wasserständen der vergangenen Jahre und der zunehmenden Verlandung vieler Auengewässer im Garbe-Polder. Ihre Bestände sind massiv zusammengebrochen, nicht nur im Projektgebiet, sondern in der gesamten Elbaue."

Auf der Grundlage dieser Bestandsaufnahme führt das BUND-Auenzentrum in einem zweiten Schritt die bereits bewährte Auenwerkstatt fort. In ihr können Anwohner*innen, Flächennutzer*innen und weitere Projektbeteiligte gemeinsam Vorschläge für den Erhalt und die Förderung dieses wertvollen Naturraums entwickeln, um so zur Artenvielfalt an der Elbe beizutragen. Eine Umsetzung sei in weiteren Folgeprojekten geplant. „Die Renaturierung unserer Auen bleibt eine essentielle Zukunftsaufgabe für den Artenschutz und für das Fitmachen unserer Landschaft für die Folgen der Erderhitzung: Insbesondere für den Rückhalt von Wasser in den von Dürren und Hochwässern bedrohten Flusslandschaften. Die Projekte an der Elbe haben damit Beispielcharakter für viele andere Flüsse, die als blaues Band Deutschland durchziehen", erklärte der Projektleiter.

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