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Dänemark: Pestizid-Verbot in Schutzzonen um Trinkwasserbrunnen vereinbart

Dänemark: Pestizid-Verbot in Schutzzonen um Trinkwasserbrunnen vereinbart
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22.02.2019 − 

Der dänische Umweltminister, Jacob Ellemann-Jensen, hat mit Abgeordneten im Folketing ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln in Schutzzonen in der Nähe von Trinkwasserbrunnen vereinbart. Im Rahmen einer Pestizidstrategie sollen ab 2023 in Dänemark alle Schutzzonen frei von Pestiziden sein, gab der dänische Wasserverband Danva über den europäischen Dachverband Eureau bekannt. Damit werde die Trinkwasserversorgung deutlich besser geschützt.

Die Vereinbarung sehe vor, dass sich die Kommunen in einem Zeitraum von drei Jahren mit Grundstückseigentümern darauf einigen, den Einsatz von Pestiziden in der Nähe von Trinkwasserbrunnen zu beenden. Sollte es zu keiner einvernehmlichen Lösung kommen, müssen die Kommunen ein Pestizidverbot erlassen.

Im Einzelnen soll jede Kommune mit dem Grundstückseigentümer und dem kommunalen Wasserversorger eruieren, ob der Brunnen erhalten werden soll oder ob es sinnvoll ist, ihn an einen geeigneteren Ort zu verlegen, erklärte Danva. Sollte der ursprüngliche Brunnen beibehalten werden, soll entweder eine pestizidfreie Landwirtschaft betrieben oder die landwirtschaftlichen Aktivitäten eingestellt werden. Eine dritte Option ist der Kauf des Landes. Der Grundstückseigentümer erhalte eine einmalige Entschädigungszahlung. Dabei sollen ähnliche Bedingungen wie bei einer Enteignung gelten, so dass der Grundstückseigentümer eine Steuerbefreiung bekommt.

Es sei zu erwarten, dass 12.000 Hektar unter die Vereinbarung fallen, so Danva. Der Verband geht davon aus, dass die Hälfte der Flächen gekauft wird. Von der anderen Hälfte werde ein Viertel von einem Verbot der landwirtschaftlichen Nutzung betroffen sein, während die restlichen drei Viertel auf eine pestizidfreie Nutzung umgestellt würden. Der Vergütung der drei Lösungen liege pro Hektar zwischen 45.000 und 150.000 Dänischen Kronen (umgerechnet zwischen 6.030 und 20.100 Euro), rechnete Danva vor. Damit liege die Gesamtentschädigungssumme bei 1,25 Mrd. Kronen (etwa 167,5 Mio. Euro).

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