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DFG fördert Forschungsprojekt zu globalen Wasserkreisläufen

DFG fördert Forschungsprojekt zu globalen Wasserkreisläufen
Bildquelle: Amir Kaljikovic - Fotolia - 40805668
03.01.2018 − 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschergruppe „Understanding the Global Freshwater System by Combining Geodetic and Remote Sensing Information with Modelling Using Calibration/Data Assimilation Approach“ (GlobalCDA), die von der Frankfurter Hydrologin Prof. Petra Döll und dem Bonner Geodäten Prof. Jürgen Kusche koordiniert wird. Die Forscher erhalten für die ersten drei Jahre insgesamt rund 2,9 Millionen Euro, teilte die Goethe-Universität Frankfurt am Main mit. Am Projekt sind sieben Gruppen aus der Bundesrepublik sowie jeweils eine Gruppe aus der Schweiz und aus Luxemburg beteiligt.

Ziel sei es, die Wasserflüsse und Wassermengen auf den Kontinenten der Erde besser zu quantifizieren und somit ein tieferes Verständnis der globalen Wasserkreisläufe zu gewinnen. Globale hydrologische Modelle gebe es bereits. Nun sollen zusätzliche Beobachtungsdaten in Form von Satellitendaten einbezogen werden. „Um besser quantifizieren zu können, wie Wasser weltweit verteilt ist, müssen wir eine neue Methode entwickeln, wie wir diese Daten assimilieren und für eine Anpassung von Modellparametern nutzen können“, sagte Döll. Der Hochschule zufolge hat sich die Hydrologin auf mathematische Modelle spezialisiert hat, mit deren Hilfe der heutige Zustand und die zukünftige Entwicklung des globalen Süßwassersystems abgeschätzt werden können.

„Wenn wir den heutigen Zustand der Wasserressourcen verstehen und wissen, wie sich Wasser bewegt, wie es gespeichert wird und was bei wenig Niederschlag geschieht, dann sind wir einen großen Schritt weiter“, sagte Döll. Wasserflüsse auf den Kontinenten spielten eine wichtige Rolle für andere Komponenten des Erdsystems. So trage Grundwasserzehrung beispielsweise zum globalen Meeresspiegelanstieg bei. In einer globalisierten Welt unterstütze ein verbessertes Verständnis des globalen Süßwassersystems ein nachhaltiges Wassermanagement (z.B. bei Dürreereignissen), aber ebenso die nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln und Energie, betonte die Goethe-Universität.

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