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DVGW: Spitzenverbrauch wird bei Auslegung von Trinkwasseranlagen eher überschätzt

DVGW: Spitzenverbrauch wird bei Auslegung von Trinkwasseranlagen eher überschätzt
Für die Studie wurden Daten aus unterschiedlichen
Regionen in Deutschland zusammengetragen.
16.11.2021 − 

Die für die Bemessung von Trinkwasseranlagen herangezogenen Parameter Spitzenverbrauch und Spitzenfaktoren werden tendenziell überschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt das Forschungsprojekt „Spitzenverbrauch“ des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW), das aktuell beendet wurde. Nichtsdestotrotz könnten die Funktionskurven des DVGW-Arbeitsblatts W 410, mit denen aktuell der Tages- und Stundenspitzenfaktor ermittelt wird, als Dimensionierungshilfe dienen, sofern dem Unternehmen keine eigenen Daten vorliegen, teilte der DVGW mit.

Der Spitzenverbrauch und die Spitzenfaktoren werden maßgeblich durch die Struktur des Versorgungsgebietes und dem Verbrauchsverhalten der Abnehmer bestimmt, welches in vielen Fällen deutlich durch das Wetter beeinflusst ist, heißt es im DVGW-Forschungsbericht. Im Gegensatz zum durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch seien für die auslegungsrelevanten Parameter Spitzenverbrauch und Spitzenfaktoren bisher keine umfassenden Langzeitbetrachtungen durchgeführt worden, aus den sich allgemeingültige Aussagen ableiten ließen. Fakt ist laut DVGW, dass der Spitzenverbrauch gegenüber früheren Messungen abgenommen hat und demografische Entwicklungen sowie der Klimawandel darauf Einfluss nehmen.

Noch sei ungeklärt, inwieweit sich die Veränderungen auf eine kostenoptimierte Bewirtschaftung von Anlagen der Wasserinfrastruktur, wie Haupt- und Transportleitungen, Pumpstationen, Druckerhöhungsanlagen und Wasserspeicher, auswirken. Zudem liegen zu den Parametern Spitzenverbrauch und Spitzenfaktoren noch keine umfassenden Langzeitbetrachtungen vor, die allgemeingültige Aussagen ermöglichen. Ziel des Forschungsprojekts Spitzenverbrauch war es, diese Lücke zu schließen und die Spitzenfaktoren anzupassen, um so Rückschlüsse auf das zukünftige Management von Wasserverteilungsanlagen zu ziehen. Unter Beteiligung von 19 Wasserversorgungsunternehmen wurden hierfür Daten aus unterschiedlichen Regionen in Deutschland zusammengetragen.

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