|  

DWA bemängelt Fehlen ausreichender Kontrollen im Entwurf der Düngeverordnung

DWA bemängelt Fehlen ausreichender Kontrollen im Entwurf der Düngeverordnung
© MinhThuan - stock.adobe.com
21.01.2020 − 

Die im Referentenentwurf zur Düngeverordnung (DüV) enthaltenen Vorschläge unterstützen den Schutz des Grundwassers nach Auffassung der DWA bei weitem nicht in ausreichendem Maß. Kritisch sieht die Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft und Abwasser (DWA) an dem Entwurf eine fehlende bzw. unzureichende Bilanzierung der Düngung der landwirtschaftlichen Betriebe, heißt es in der Stellungnahme der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft und Abwasser (DWA) zu dem Entwurf. Zudem fehlten ausreichende Kontrollen und eine Begrenzung der Bilanzwerte und damit der Düngemaßnahmen der Betriebe.

Die DWA begrüßt die Klarstellung, dass die Stickstoffdüngung auf Flächen mit Düngungseinschränkungen im Hinblick auf die betriebliche Gesamtmenge an zulässig aufzubringenden Stickstoff nach der 170 kg N/ha-Regelung entsprechend reduziert wird. Allerdings sei ein Höchstwert von 170 kg N/ha auf den nicht beschränkten Flächen aus Sicht der DWA weiterhin deutlich zu hoch, wie gerade die Situation in viehstarken Gebieten belege.

Die Möglichkeit einer Erhöhung der zulässigen Höchstmenge an Gesamtstickstoff aus organischen und organisch-mineralischen Düngemitteln wird von der DWA, gerade vor dem Hintergrund der hohen Nitratbelastung im Grundwasser in Regionen mit intensiver Tierhaltung und der bekannten Zusammenhänge zwischen N-Zufuhr über organische Dünger sowie dem Anteil sogenannter „unvermeidlicher“ Stickstoffverluste, grundsätzlich abgelehnt, heißt es in der Stellungnahme.

20-Prozent-Reduzierung im Ackerbaugebieten und im Gemüsebau überprüfen

Grundsätzlich sollte nach Auffassung der DWA geprüft werden, ob die vorgesehenen Regelungen auch in den Bereichen Ackerbau und Gemüse zielführend sind. Die im Entwurf der Verordnung vorgesehene Reduzierung von 20 Prozent, bezogen auf den ermittelten Düngebedarf, stelle eine aus wasserwirtschaftlicher Sicht grundsätzlich sinnvolle Maßnahme in den Gebieten dar, in denen derzeit ein hoher N-Überschuss festzustellen ist.

In Ackerbaugebieten, in denen die Überschreitung des Schwellenwertes für Nitrat im Grundwasser vorrangig durch klimatische Bedingungen - insbesondere geringe Sickerwasserraten - begründet ist, könne eine reduzierte Düngung aber zu Ertragsminderungen durch ein nicht ausreichendes Nährstoffangebot führen. Auch im Gemüsebau könne dies eine große Herausforderung bedeuten, da eine reduzierte Düngung häufig zu Qualitätsverlusten führen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Mikroschadstoffe: BUND warnt vor Kombinationswirkungen

Mikroverunreinigungen: EU setzt bestehende Rechtsvorgaben nicht konsequent genug um  − vor