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Einfaches Verfahren nutzt Sonnenlicht zur Entfernung von Wasserschadstoffen

Einfaches Verfahren nutzt Sonnenlicht zur Entfernung von Wasserschadstoffen
Bildquelle: Robert Naumann / Uni Halle
29.11.2018 − 

Um langlebige Schadstoffe im Wasser abzubauen, braucht es keine komplexen Filter- oder Laseranlagen. Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben ein neues Verfahren entwickelt, das mit bloßem Sonnenlicht funktioniert. Das Verfahren sei so simpel, dass es unter einfachen Bedingungen im Freien durchgeführt werden kann, teilte die MLU mit. Ihre Forschung haben die Chemiker in der Fachzeitschrift „Chemistry - a European Journal“ präsentiert.

Wie die Hochschule näher erklärte, brauchen die MLU-Forscher im Wasser frei bewegliche Elektronen, sogenannte hydratisierte Elektronen, um Schadstoffe im Wasser abzubauen. „Diese Elektronen sind extrem reaktionsfreudig und können für ganz verschiedene Reaktionen eingesetzt werden. Sie zersetzen selbst hartnäckigste Schadstoffe“, sagte Prof. Martin Goez vom Institut für Chemie der MLU. Damit das funktioniere, müssten die Elektronen jedoch aus den Molekülen gelöst werden, in denen sie normalerweise fest gebunden sind. Dafür waren bisher komplexe und teure Hochleistungslaser nötig. Die Arbeitsgruppe von Goez arbeite seit Jahren an Möglichkeiten, diese zu ersetzen.

Ein neuer Ansatz der Arbeitsgruppe nutze als Energiequelle nur noch eine grüne Leuchtdiode, berichtete die Hochschule weiter. Zusätzlich zum Einsatz kämen Vitamin C und ein hochgeladener anionischer Katalysator, der die gewünschte Reaktion herbeiführt. Das neue Verfahren stelle eine breit einsetzbare und sehr effiziente Methode dar, hydratisierte Elektronen zu erzeugen.

„Der Aufbau ist so einfach, dass er nicht einmal in einem Labor stattfinden muss“, sagte Goez. In einem Freilandversuch auf einer Wiese testeten die Chemiker ihr neues Verfahren in mit Chloressigsäure verunreinigtem Wasser. Im Ergebnis war es schon bei moderatem Sonnenschein möglich, die Schadstoffe in einer kleinen Wasserprobe zu beseitigen, berichtete die MLU. Ob sich das Verfahren der halleschen Chemiker auch im großen Maßstab für die Schadstoffbeseitigung umsetzen lässt, soll in Folgestudien geklärt werden.

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