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Emscher fließt nicht mehr durch das Klärwerk Emscher-Mündung

Emscher fließt nicht mehr durch das Klärwerk Emscher-Mündung
Die Kläranlage Emscher-Mündung. Quelle: EGLV
14.01.2022 − 

Die 1974 begonnene Ära des Klärwerks Emscher-Mündung (KLEM) als Flusskläranlage ist mit der vollständigen Abwasserfreiheit der Emscher seit Jahresbeginn beendet. Die Kläranlage im Städtedreieck Dinslaken, Oberhausen und Duisburg werde nun komplett durch den unterirdischen Abwasserkanal Emscher (AKE) beschickt – der oberirdische Emscher-Fluss fließe nun nur noch an der Anlage vorbei, teilten Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) jetzt mit.

Die Betriebsabteilung Westliche Emscher bei der Emschergenossenschaft habe zu Jahresbeginn in Abstimmung mit der Bezirksregierung Düsseldorf den Zulauf zur KLEM emscherseitig abgesperrt. Dafür sei die Kläranlage in den vergangenen Jahren aufwändig umgebaut worden. Eine Teilinbetriebnahme der „neuen" KLEM fand bereits Ende April 2019 statt. Der Umbau des Klärwerks, ein Großprojekt für sich, sei seinerzeit bei laufendem Betrieb durchgeführt worden. Unter anderem entstand eine komplett neue Vorklärstufe (Einlaufbauwerk, Rechenanlage, Sandfang, Vorklärbecken) und es wurden im Bereich der biologischen Reinigung insgesamt 24.192 Belüfterelemente ausgetauscht.

Die Emschergenossenschaft investierte in den Umbau der Kläranlage etwa 145 Mio. Euro, heißt es. Mit der Maßnahme passte das Wasserwirtschaftsunternehmen seine Anlage damals bereits an das nun neue Emscher-System an. Erhielt das Klärwerk bis Ende 2021 über den Emscher-Fluss eine hohe Wassermenge mit relativ niedriger Konzentration an Abwasser, verringert sich seit Inkrafttreten der Abwasserfreiheit im Fluss zwar die Wassermenge – allerdings fällt die nun durch den unterirdischen Kanal ankommende Abwasserkonzentration höher aus. Die nun saubere Emscher fließt dagegen nur noch an der Anlage vorbei.

Letzte Emschernebenläufe zum Jahresende an AKE angeschlossen

Bis zum Jahresende 2021 hat die Emschergenossenschaft nach eigenen Angaben die letzten Nebenläufe an den AKE angeschlossen. Bis auf die Berne in Essen seien zudem auch alle Zuflüsse der Emscher ebenfalls von ihrer Schmutzwasserfracht befreit. Das Abwasser aus der Berne fließe nun über ein Provisorium direkt in den AKE, so dass die Emscher wirklich komplett abwasserfrei sei. Zu den Verzögerungen an der Berne habe in den vergangenen Jahren am Berne-Zufluss Borbecker Mühlenbach ein seltener Vogel, die Wasserralle, gesorgt. Damals kam es sogar zu einem um fünf Jahre verzögerten Baustart.

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