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Emschergenossenschaft baut Trocknungsanlage für Klärschlamm in Bottrop


© Emschergenossenschaft
05.11.2019 − 

Die Emschergenossenschaft (EG) baut auf der Kläranlage Bottrop eine solarthermische Trocknungsanlage für Klärschlamm. Für die Trocknung des entwässerten Schlamms sollen Sonnen- und Abwärmeenergie genutzt werden. Bis Ende 2020 entsteht am Standort Bottrop die weltgrößte Anlage dieser Art, teilte die EG anlässlich der Grundsteinlegung Ende Oktober mit. „Zukünftig sparen wir noch mehr CO2, werden noch moderner und noch klimafreundlicher“, so der Vorstandsvorsitzende der Emschergenossenschaft, Uli Paetzel. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 70 Mio. Euro.

Auf einer Gesamtfläche von 60.000 Quadratmetern sollen den Angaben zufolge im nächsten Jahr 32 Trocknungshallen mit einer Netto-Trockenfläche von 40.000 Quadratmetern entstehen. „Die neue Anlage wird erheblich zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen und den Stand der Klärschlammentsorgung in Deutschland weiterentwickeln“, erklärte Abteilungsleiter Gerhard Odenkirchen.

Trocknung erhöht Brennwert

Der nachhaltige Umgang mit anfallendem Klärschlamm sei wichtig für die klimaschonende Energiegewinnung, außerdem enthalte der Schlamm auch wertvolle Ressourcen, die man mittelfristig weiternutzen möchte. Bislang müssen dem Klärschlamm, der vor Ort thermisch verwertet wird, jährlich 20.000 Tonnen Kohle zugesetzt werden, um einen ausreichenden Brennwert zu erreichen, hieß es. Dieser Schritt soll in Zukunft entfallen.

Die Kläranlage Bottrop ist laut der EG eine der größten Kläranlagen Deutschlands, dort landet das Abwasser aus Bottrop, Gladbeck, Essen und Gelsenkirchen. Moderne Abwasserreinigung sei stromintensiv, doch die Kläranlage könne ihren Stromverbrauch – der etwa einer 30.000-Einwohner-Stadt entspricht – komplett nachhaltig decken.

Wasserwirtschaft muss sich um Energieeffizienz bemühen

„Die Wasserwirtschaftsbranche stellt einen der größten kommunalen Energieverbraucher dar. Darum müssen wir uns besonders auf diesem Sektor um innovative Verfahren bemühen, die die CO2 -Bilanz senken, klimafreundlich, nachhaltig und richtungsweisend für die Wasserwirtschaft sind“, so Emanuel Grün, Technischer Vorstand der Emschergenossenschaft. Die CO2-Emissionen, die durch das neue Trocknungsverfahren nun zusätzlich am Standort Bottrop eingespart werden, entsprächen in etwa 1,2 Prozent der CO2 -Äquivalente der gesamten deutschen Abwasserbehandlung.

Die ersten Arbeiten für die Trocknungsanlage seien bereits im Mai 2019 aufgenommen worden. Die Glashäuser einschließlich der technischen Installationen und der Infrastruktur sollen im Herbst 2020 fertig gestellt werden. Auf einer Grundfläche von 60.000 Quadratmetern entstehen die 32 Trocknungshalle, in denen – vergleichbar mit Gewächshäusern – der Klärschlamm durch Sonnen- und Abwärmeenergie trocknet, erklärte die Emschergenossenschaft. 

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