|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

Erftverband: Trockenheit und Spurenstoffe waren größte Herausforderungen in 2018

Erftverband: Trockenheit und Spurenstoffe waren größte Herausforderungen in 2018
Bildquelle: Erftverband
02.11.2018 − 

Das Wasserwirtschaftsjahr 2018 war zu trocken. Dieses Fazit zog Christian Forkel, stellvertretender Verbandsratsvorsitzender des Erftverbandes, anlässlich der Veranstaltung „Wasserwirtschaftssilvester“ des Verbandes am Mittwoch in Brühl. Neben den geringen Wasserständen in den Gewässern waren 2018 der Umgang mit Spurenstoffen und die Umsetzung der Spurenstoffagenda ein wichtige Themen für den Erftverband.

„Wir sind davon überzeugt, dass die Spurenstoffagenda Erft eine wichtige Grundlage darstellt in der Diskussion um Spurenstoffe und Spurenstoffelimination“, so Forkel. „Sie trägt dazu bei, die notwenigen gesetzlichen Anforderungen zu definieren und dadurch den Rahmen zu schaffen für das Inverkehrbringen der Stoffe, die Reduzierung von Pflanzenschutz- und Tierarzneimitteln, Maßnahmen in der Siedlungswasserwirtschaft sowie den möglichen Ausbau der Kläranlagen.“

Spurenstoffagenda Erft sollte den Angaben zufolge klären, welche Spurenstoffe in welcher Konzentration aus den kommunalen Abwasseranlagen in die Gewässer gelangen. Dafür untersuchte der Erftverband Wasserproben, die an zehn seiner Kläranlagen und an zahlreichen weiteren Stellen im Verbandsgebiet genommenen wurden, auf 150 Stoffe. Dazu zählen Rückstände von Arzneimitteln, Industriechemikalien oder Pestiziden sowie deren Abbauprodukte.

Diclofenac bereitet Wasserwirtschaft Probleme

Während die meisten Stoffe unauffällig blieben, bereitet laut Erftverband vor allem der Stoff Diclofenac Probleme. Die in den Wasserproben gemessenen Konzentrationen liegen deutlich oberhalb der in Nordrhein-Westfalen definierten Orientierungswerte. Die Analyse des Erftverbandes zeige, dass sich dieser Stoff um maximal 70 Prozent reduzieren lasse, wenn alle zehn untersuchten Kläranlagen mit einer vierten Reinigungsstufe nachgerüstet würden. Die Kosten für eine zusätzliche Reinigungsstufe zur Spurenstoffelimination liegen den Berechnungen des Verbandes zufolge zwischen zehn und 20 Cent pro Kubikmeter Abwasser.

Erftverband betont Bedeutung der Kooperation für Klärschlammverwertung

Auch das Thema Klärschlamm war Thema der Abschlussveranstaltung für das Wasserwirtschaftsjahr 2018. Der Erftverband verwies erneut darauf, dass der Verband eine Kooperation mit der Steb Köln und dem Wasserverband Eifel-Rur vereinbart hat, um neue Konzepte zur Klärschlammverwertung und Phosphorrückgewinnung umzusetzen.

Im Mittelpunkt der Überlegungen stehe dabei die Errichtung einer gemeinsamen, eigenen Monoverbrennungsanlage (EUWID 30.2018). Die im Juli geschlossene Kooperationsvereinbarung sieht die Gründung eines öffentlich-rechtlich getragenen Gemeinschaftsunternehmens vor. Ziel dieses Gemeinschaftsunternehmens sei es, eine gemeinsame Monoverbrennungsanlage für den Klärschlamm der Kooperationspartner zu errichten und zu betreiben. Aber auch die Nutzung von Standorten mit Verbrennungsanlagen Dritter schließen die Kooperationspartner bei ihren Überlegungen nicht aus. Ziel ist, eine langfristig sichere, zuverlässige und kostengünstige ganzheitliche Lösung für die Verwertung von Klärschlämmen zu entwickeln, so der Erftverband.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 45.2018 von EUWID Wasser und Abwasser, die am 6.11.2018 als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren. Sie wollen mehr? Das aktuell vergünstigte Premium-Abo+ bietet Ihnen eine perfekte Kombination aus dem Print- und Digitalangebot von EUWID Wasser und Abwasser.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Retentionsbodenfilter soll Briloner Aa besser schützen

GDV: München ist die am stärksten versiegelte Großstadt Deutschlands  − vor