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FNR erprobt Geotextilfilter zur Uferbefestigung mit Pflanzen

FNR erprobt Geotextilfilter zur Uferbefestigung mit Pflanzen
Der Rhein in Worms.
14.12.2020 − 

Auf einem Uferabschnitt des Rheins bei Worms werden derzeit Geotextilfilter aus nachwachsenden Rohstoffen erprobt, um eine Befestigung des Ufers mit Pflanzen zu ermöglichen. Die Geotextilfilter in Form von Matten gäben vor allem Weidenspreitlagen in den Anfangsjahren Halt, bis die Wurzeln der jungen Bäume das Ufer alleine sichern können, teilte die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mit. Sie würden von den Pflanzen durchwachsen.

Die FNR weist darauf hin, dass die europäische Wasserrahmenrichtlinie fordert, an Binnenwasserstraßen oberhalb des Mittelwassers die Steinschüttungen durch biologische Befestigungssysteme zu ersetzen. Pflanzen könnten mit ihren Wurzeln die Ufer genauso gut schützen wie Steinschüttungen und böten zudem einen Beitrag zur Biodiversität. Will man Weiden an einem Ufer neu etablieren, brauche es rund drei Jahre, bis die Wurzeln der jungen Bäume das Ufer alleine sichern können.

Den Angaben zufolge entwickelt das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) gemeinsam mit drei Unternehmen und der Bundesanstalt für Wasserbau seit 2016 einen Geotextilfilter aus nachwachsenden Rohstoffen. Der Filter soll aus einem Gemisch schnell und langsam abbauender Fasern bestehen, so dass die Wurzeln in ihre Stabilisierungsfunktion hineinwachsen können. Nach drei Jahren soll sich der Filter vollständig zersetzen und somit eine umweltfreundliche Alternative zu den bislang üblichen Kunststofffiltern darstellen, die Jahrzehnte überdauern und schwer rückbaubar sind, erklärte die FNR.

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