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Forschungsprojekt „Flexitility“ erforscht Anpassungsfähigkeit von Strom- und Wasserkunden

Forschungsprojekt „Flexitility“ erforscht Anpassungsfähigkeit von Strom- und Wasserkunden
Kostensenkung steht im Mittelpunkt von "Flexitility".
27.05.2020 − 

Ein digitales Reallabor im Forschungsprojekt „Flexitility“ des Bundesforschungsministeriums (BMBF) will herausfinden, wie Haushalte in Belastungssituationen ihren Strom- und Wasserverbrauch gezielt anpassen können. Das neun Monate andauernde Projekt habe mit einer Befragung von über 1.000 Haushalten begonnen, teilte das inter 3 Institut für Ressourcenmanagement mit. Ziel sei es, zukünftige Kosten für den Ausbau von Infrastruktur zu senken und die Resilienz von Versorgungsinfrastrukturen zu steigern.

Bedienung steigender Bedarfsspitzen durch Städtewachstum und Extremwetter erschwert

Die Energiewende erfordert Anstrengungen auf allen Seiten, um Stromnachfrage und Angebot permanent in Einklang zu bringen, machte das Institut deutlich. In der Wasserversorgung erschwerten Städtewachstum und Extremwetter zunehmend die Bedienung der steigenden Bedarfsspitzen. Auch in anderen Gebieten der Daseinsvorsorge, wie der Abwasserbeseitigung und der Wärmeversorgung, verursachten der Klimawandel und gesellschaftliche Trends höhere Kosten für die Handhabung von Spitzenlasten.

Flexiblere Gestaltung technischer Infrastruktur und Änderung des Konsumverhaltens

Im Zentrum des Forschungsprojektes „Flexitility“ stehe daher die Frage, wie Versorger ihre technische Infrastruktur flexibler gestalten können und wie private Haushalte durch ein verändertes Konsumverhalten dazu beitragen können, besonders hohe, kurzzeitige Leistungsnachfragen zu reduzieren. „Das kürzlich gestartete Reallabor soll Antworten für eine verbraucherseitige Flexibilisierung liefern“, so Nadine Walikewitz von co2online gGmbH, verantwortlich für dessen Durchführung. Über 1.000 Anmeldungen aus ganz Deutschland seien auf der Webplattform des Projekts bereits gezählt worden.

Drei Befragungen und drei Szenarien

„In den kommenden neun Monaten werden wir mit den teilnehmenden Haushalten drei Befragungen und drei Szenarien für fiktive Extremwettersituationen durchspielen“, erklärte Walikewitz. „Unter anderem werden wir sie dazu auffordern, Verbräuche aus Spitzenlastzeiten zeitlich zu verschieben oder den Verbrauch von Strom oder Wasser in bestimmten Zeiträumen zu reduzieren. Dies kann zum Beispiel die abendliche Dusche sein, die Bewässerung des Gartens oder auch die Nutzung eines elektrischen Wäschetrockners.“ In der aktuellen Befragungsrunde werden die Teilnehmenden zunächst zu ihrer Einstellung und ihren Erfahrungen mit dem Thema Wasser- und Stromsparen befragt. So soll ihre Bereitschaft ermittelt werden, ihr Verbrauchsverhalten während extremer Wetterereignisse anzupassen.

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