|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

Hamburg: Stadion in Billstedt schützt mit Rigolen vor Überflutung nach Starkregen

Hamburg: Stadion in Billstedt schützt mit Rigolen vor Überflutung nach Starkregen
© Freie und Hansestadt Hamburg
26.09.2019 − 

Das Hein-Klink-Stadion in Hamburg-Billstedt soll künftig dazu beitragen, den Stadtteil vor Überflutungen nach Starkregen zu schützen. Dafür sorgen Rigolen, unterirdische Speicher- und Versickerungsanlagen, die derzeit unterhalb der Anlage eingebaut werden, wie die Hamburger Umweltbehörde mitteilte.

Im Falle eines außergewöhnlich heftigen Platzregens, der die Kanalisation zum Überlaufen bringen würde, nehmen die Rigolen bis zu 500 Kubikmeter Regenwasser auf und entlasten auf diese Weise das vorhandene Regenwassersiel deutlich, so die Behörde. Die Anlage sei das Ergebnis einer Kooperation zwischen der Behörde für Umwelt und Energie, dem Bezirksamt Hamburg-Mitte und Hamburg Wasser.

Regensiel kann die riesigen Mengen an Niederschlagswasser nicht abführen

Der Bereich Möllner Landstraße in Billstedt zwischen den Eingängen der U-Bahnstation „Merkenstraße“ sei bei sehr heftigen Regenfällen nicht selten von Überflutungen betroffen, da das Regensiel kann die riesigen Mengen Niederschlagswasser nicht abführen könne, erläutert die Behörde. Immer wieder seien Feuerwehreinsätze notwendig, und derartige Starkregen könnten auch zu Schäden an und in den Gebäuden führen. Eine Ertüchtigung der Siele sei nicht in Betracht gekommen, da nicht mehr Wasser in den bereits hydraulisch beanspruchten Schleemer Bach eingeleitet werden darf.

Abhilfe soll künftig eine völlig neuartige Anlage schaffen, die im Rahmen des Hamburger Projekts RISA (RegenInfraStrukturAnpassung; EUWID 29.2013) entwickelt worden sei und im Zuge des vom Bezirk Hamburg-Mitte initiierten Modernisierungsprogramms für Sportanlagen umgesetzt werde.

Multifunktionale Räume von enormer Bedeutung

Das Speichervolumen des Überflutungsschutzes beträgt mehr als 500.000 Liter. Den Erwartungen zufolge werden die Speicher- und Versickerungsanlagen bei starken Regenfällen etwa zwei Mal im Jahr benötigt, die Speicher aber nicht vollständig gefüllt sein. Erst ab einem intensiven Starkregenereignis der Stärke 3 oder stärker, bei dem mindestens 24 Liter pro Stunde und Quadratmeter niedergehen, laufen die Rigolen den Angaben zufolge voll. Das überschüssige Wasser werde dann über einen Überlauf an die Oberfläche der Sportanlage abgegeben und staut dort im Bereich der Laufbahn und den Leichtathletikflächen auf.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − BMU fördert flexible Abwasserbehandlung in Diemelsee

Studie: Struvit als Dünger für Ökolandbau bestens geeignet  − vor