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Harzwasserwerke bereiten sich erneut auf ein Doppeltrockenjahr vor


Eine Talsperre.
11.09.2020 − 

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit in Niedersachsen und im Harz bereiten sich die Harzwasserwerke auch 2020 wieder auf ein Doppeltrockenjahr vor. „Bereits das dritte Jahr in Folge sind unsere Talsperren unterdurchschnittlich gefüllt und bewegen sich knapp unter dem Niveau von 2018", sagt der Technische Geschäftsführer der Harzwasserwerke, Christoph Donner, in einer Mitteilung: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass in Zukunft Dürrephasen und Trockenheit unsere neue Normalität werden können."

Nach einem regenreichen Februar sei es in Niedersachsen über den Sommer lokal zwar immer wieder zu Niederschlägen gekommen. Im Einzugsgebiet der Talsperren im Westharz seien teilweise allerdings deutlich unterdurchschnittliche Niederschläge gefallen. Zum Beispiel habe sich so an der Station Clausthal ein Niederschlagsdefizit im Vergleich zum langjährigen Mittel von 150 Millimetern aufgebaut. Besonders wenig Niederschlag sei an der Station Torfhaus im Harz gemessen worden. Hier habe sich ein Niederschlagsdefizit von 200 Millimetern aufgebaut, betrachtet man den Zeitraum seit 2018, ist das Defizit nunmehr auf 650 Millimeter angewachsen, was etwa der Hälfte des dortigen Jahresniederschlags entspreche.

Durch den fehlenden Niederschlag seien auch die Talsperren unterdurchschnittlich gefüllt. „Aktuell sind unsere Talsperren nur noch zu rund 44 Prozent gefüllt und damit 20 Prozent weniger als im langjährigen Mittel", meint Donner: „Weil wir schon seit Anfang des Jahres zwölf Millionen Kubikmeter Wasser vorsorglich von der Innerstetalsperre in die Granetalsperre übergepumpt haben, stehen die Trinkwassertalsperren mit einem Füllstand von 57 Prozent etwas besser da als im September 2018."

Trockenheit insbesondere an Ecker- und Okertalsperre zu spüren

Insbesondere an der Ecker- und Okertalsperre sei die Trockenheit dieses Jahr zu spüren. Aufgrund der Vier-Wochen-Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes gehen die Harzwasserwerke nicht von einer kurzfristigen Entspannung der Situation aus. Darum bereite man sich auf den schlechtmöglichsten Fall, ein Doppeltrockenjahr, vor.

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