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Harzwasserwerke leiten Sofortmaßnahmen zur Sicherung der Trinkwasserversorgung ein

Harzwasserwerke leiten Sofortmaßnahmen zur Sicherung der Trinkwasserversorgung ein
Bildquelle: Harzwasserwerke
10.09.2018 − 

Die Harzwasserwerke stellen sich auf weiterhin ausbleibenden Regen ein. Dies sei aufgrund der aktuellen Vier-Wochen-Wetterprognose des Deutschen Wetterdienstes angebracht. Zusammen mit dem Umweltministerium und dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wurden bereits Sofortmaßnahmen umgesetzt und weitere Maßnahmen vorbereitet, um die Trinkwasserversorgung von rund zwei Millionen Menschen in Niedersachsen auch im schlechtmöglichsten Fall zu garantieren, teilten die Harzwasserwerke am Freitag mit.

„Wir bereiten uns jetzt für den Ernstfall vor, dass neben der Rekorddürre dieses Jahr auch der kommende Winter und das darauffolgende Jahr nur unterdurchschnittliche Niederschläge bringen könnten und wir damit ein sogenanntes Doppeltrockenjahr bekommen“, sagte Christoph Donner, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke. „Es handelt sich um Vorsichtsmaßnahmen, die die jetzige Versorgungssicherheit selbst im schlechtest möglichen Fall aufrechterhalten werden.“

Besonderes Augenmerk gelte hierbei der Sösetalsperre, die mit 36,2 Prozent Füllung (Stand 06.09.2018) deutlich geringer gefüllt sei als die beiden anderen Trinkwassertalsperren Grane- und Eckertalsperre. Grund zur Panik bestehe aber nicht.

Lies: „Sicherstellung der öffentlichen Wasserversorgung muss oberste Priorität haben“

„Es sind unbedingt Strategien zu entwickeln, um auch für solche Extremsituationen in Zukunft ausreichend gerüstet zu sein“, so Umweltminister Olaf Lies (SPD). Die Landesregierung habe sich deshalb zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit Stakeholdern, zu denen auch die Harzwasserwerke gehören, bis 2021 ein landesweites Wasserversorgungskonzept aufzustellen. „Die langfristige Sicherstellung der öffentlichen Wasserversorgung als der maßgebliche Bestandteil der Daseinsvorsorge muss oberste Priorität haben“, so Lies.

Die Harzwasserwerke haben eigenen Angaben zufolge bereits Anfang vergangener Woche die Trinkwasserabgabe aus der Sösetalsperre in Richtung Norden gedrosselt. Das Wasser, das sonst von der Sösetalsperre Richtung Norden fließt, werde nun größtenteils aus der Granetalsperre entnommen. „Damit können wir an der Sösetalsperre 150 Liter in der Sekunde einsparen und die Ressourcen der Talsperre auf die Versorgung des Südens von Niedersachsen und Göttingen fokussieren“, so Donner.

Harzwasserwerke prüften weitere Sofortmaßnahmen

Aktuell prüft der Wasserversorger eigenen Angaben zufolge, ob eine Substitution durch die Granetalsperre um weitere 50 Liter in der Sekunde möglich ist. Außerdem werde ein Teil des UNESCO- Weltkulturerbes Oberharzer Wasserwirtschaft dazu genutzt, mehr Zuflüsse in die Sösetalsperre umzuleiten. So soll Wasser teilweise aus dem Morgenbrodstaler Graben in die Talsperre eingeleitet werden, was einige Liter in der Sekunde Ressourcengewinn bedeuten kann.

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