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Harzwasserwerke nutzen Teichanlagen der Oberharzer Wasserwirtschaft als Reserve

Harzwasserwerke nutzen Teichanlagen der Oberharzer Wasserwirtschaft als Reserve
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20.12.2018 − 

Aufgrund der andauernden Trockenheit im Harz nutzen die Harzwasserwerke ab sofort auch die Teichanlagen des Unesco-Weltkulturerbes Oberharzer Wasserwirtschaft zur Unterstützung der Trinkwassergewinnung. Durch die Nutzung der historischen Anlagen könne rund eine Millionen Kubikmeter Wasser in die Innerstetalsperre geleitet und so über das Wasserwerk an der Granetalsperre zusätzlich als Trinkwasser gewonnen werden, teilten die Harzwasserwerke mit. Möglich mache dies das Verbundsystem, in dem das Unesco-Weltkulturerbe und die Talsperren der Harzwasserwerke eingebettet sind.

„Das vorindustrielle Oberharzer Wasserregal ist auch heute noch eine voll funktionsfähige Anlage und kein Museum“, erklärte Christoph Donner, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke. In der jetzigen Situation zeige es eindrucksvoll, wie genial bereits früher Wasserwirtschaft betrieben wurde und warum es sich lohnt, dieses System zu erhalten. Die Harzwasserwerke betreiben und unterhalten das Unesco-Weltkulturerbe, dem zahlreiche Teiche und Wasserwege angehören.

Hintergrund der Nutzung der Oberharzer Wasserwirtschaft als Wasserreserve ist der ausbleibende Niederschlag dieses Jahr im Oberharz und die dadurch unterdurchschnittliche Füllung der Talsperren. Im September und November hatten die Harzwasserwerke, die als Vorlieferant größter Wasserversorger Niedersachsens sind, Maßnahmenpakete vorgestellt, um sich auf den unwahrscheinlichen Fall eines Doppeltrockenjahres vorzubereiten (EUWID 46.2018). Darin enthalten war als mittelfristige Maßnahme die Prüfung der Wasserreserven des Unesco-Weltkulturerbes.

Nach Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und der Naturschutzbehörde des Landkreises Goslar würden jetzt 17 der mehr als 60 Teiche für die Trinkwassergewinnung vorbereitet, hieß es weiter. Dafür würden die Teiche über sogenannte Striegel teilweise abgesenkt und der Stauinhalt verringert. Dabei sei wichtig, die Teiche nicht zu weit zu entleeren. „Wir lassen so viel Wasser in den Teichen, dass die Ökologie in den Teichen nicht beeinträchtigt wird“, sagte Donner.

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