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IGB-Forscher identifizieren sauerstoffreiche Seen als Quelle für Methanemissionen

IGB-Forscher identifizieren sauerstoffreiche Seen als Quelle für Methanemissionen
© Gabi Schär - stock.adobe.com
11.12.2019 − 

Sauerstoffreiche Seen mit einer guten Wasserqualität sind eine bisher unterschätzte Quelle für Methan. Das haben Forscher der Swansea University in Wales und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) herausgefunden. Sie konnten im Stechlinsee, einem tiefen Klarwassersee in Nordostdeutschland, beträchtliche Mengen an Methan nachweisen, teilte das IGB mit. Dieses bilde sich in der sauerstoffreichen Oberflächenschicht des Sees.

Das Ergebnis der in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichten Studie widerlege ein bis dato geltendes wissenschaftliches Paradigma, einschließlich der aktuellen Bewertungen des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC). Bislang gingen Experten nämlich davon aus, dass Methan in Binnengewässern vor allem in sauerstoffarmen Umgebungen wie Seensedimenten, Feuchtgebieten und Sümpfen produziert wird.

In ihren Versuchen nahmen die Forscher Wasserproben aus dem oberen Wasserkörper, der einen hohen Sauerstoffgehalt aufweist, berichtete das IGB. Dabei stellten sie fest, dass das Methangas an der Seeoberfläche gebildet wird, die in Kontakt mit der Luft steht. Das klimarelevante Gas könne also von dort direkt in die Atmosphäre gelangen, ohne dass es zuvor zu Kohlenstoffdioxid oxidiert wird.

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