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IGB: Grundwasserspiegel und Bodenfeuchte im Osten Brandenburgs unter normalem Niveau

IGB: Grundwasserspiegel und Bodenfeuchte im Osten Brandenburgs unter normalem Niveau
Die jüngsten Regenfälle haben das Defizit nicht ausgeglichen.
07.09.2021 − 

Im dürreempfindlichen Osten Brandenburgs liegen der Grundwasserspiegel und die Bodenfeuchte weiterhin unter dem normalen Niveau. Darauf hat das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hingewiesen. In dem Teileinzugsgebiet der Spree seien die Niederschläge in den letzten Wochen zwar höher als im langjährigen Mittel ausgefallen. IGB-Forschende hätten jedoch gezeigt, dass es nicht genug Niederschläge waren, um die letzten Trockenjahre auszugleichen, teilte das Institut mit. Demgegenüber hat das brandenburgische Umweltministerium in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass sich der Wasserhaushalt im Spreegebiet deutlich erholt habe.

Die IGB-Forschenden haben sich gefragt, wie sich Trockenphasen auf die Wasserressourcen auswirken und wie viel Niederschlag nötig wäre, um den Mangel auszugleichen. Hierzu haben sie untersucht, wie sich das Wasser in der Landschaft verteilt, wie es abfließt und wie viel davon gespeichert werden kann. Seit 2018 analysiere die Arbeitsgruppe um Hydrologin Dörthe Tetzlaff Bodenwasserproben aus einem etwa 66 km² großen grundwasserdominierten Tieflandeinzugsgebiets des Demnitzer Mühlenfließes, in dem es verschiedene Formen der Landnutzung gibt, teilte das IGB weiter mit.

Im Fokus haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor allem die Vegetationsphase. Mithilfe von stabilen Wasserisotopen und Modellierungen quantifizieren sie die Grundwasserneubildung, die Oberflächenabflussbildung und die Verdunstungsraten von Böden und Vegetation und ermitteln so auch die Fließwege und das Alter des vorhandenen Wassers. So finden sie heraus, wie viel Wasser wo und wie lange in der Landschaft gespeichert wird.

Die Daten hätten gezeigt, dass die Grundwasserneubildung zeitversetzt geschieht, berichtete das IGB. So erreichte der Grundwasserspiegel erst 2020 seinen tiefsten Wert nach dem Dürresommer 2018. Er lag mehr als 20 Prozent, das heißt 40 cm, unter dem normalen Grundwasserstand. Auch heute sei trotz der erhöhten Niederschläge der letzten Wochen immer noch zu wenig Grundwasser vorhanden. Ähnlich sei es bei der Feuchte des Oberbodens. Demnach haben die jüngsten Regenfälle nicht dazu geführt, dass die Böden genug Wasser aufnehmen konnten. Im Vergleich zum Mittel der letzten 13 Jahre fehlen etwa 15 Prozent, erklärte das Institut.

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