|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

IGB: Lässt sich der Wasserverbrauch über eine nachhaltige Landnutzung steuern?

IGB: Lässt sich der Wasserverbrauch über eine nachhaltige Landnutzung steuern?
Ein ausgetrockneter Bach in Brandenburg. Quelle: Lukas Kleine
22.07.2020 − 

Wenn bereits kaum Niederschlag fällt – wo und wie verteilt sich das wenige Wasser und welche Möglichkeiten gibt es, den Rückhalt im Boden und in der Landschaft zu verbessern? Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat herausgefunden, dass die Vegetation darauf einen großen Einfluss hat.

Am Beispiel des dürreempfindlichen Demnitzer Mühlenfließes in Brandenburg, einem Teileinzugsgebiet der Spree, hat das IGB die sichtbaren und unsichtbaren Wasserflüsse während und kurz nach der großen Trockenheit 2018 quantifiziert, geht aus einer Mitteilung des Instituts hervor. Brandenburg gilt demnach mit einem Jahresniederschlag von nur 560 Litern pro Quadratmeter als das niederschlagsärmste Bundesland. Im Jahr 2018 fielen sogar nur 390 Liter Wasser pro Quadratmeter, etwa 40 Prozent weniger Niederschlag als gewöhnlich.

Schon unter „normalen“ klimatischen Bedingungen werden laut IGB etwa 90 Prozent des Niederschlags wieder in die Atmosphäre abgegeben und fließen nicht in Grundwasser oder Flüssen ab. Die Grundwasserstände im Gebiet zeigten heute, dass die Defizite aus dem Jahr 2018 zwischen den Wachstumsperioden nicht ausgeglichen werden konnten.

Landmanagement von kritischer Bedeutung

Dörthe Tetzlaff ist Forscherin am IGB und Professorin für Ökohydrologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie und ihr Team untersuchten, wie sich der Zeitpunkt und der Prozess der Verdunstung und der Grundwasserneubildung unter verschiedenen Böden und Landnutzungen unterscheiden. „Aufgrund der aktuellen Klimakrise mit zunehmenden Dürren müssen wir wissen, wie viel Wasser verschiedene Pflanzen nutzen. Wir als Forschende fragen uns: Kann man über nachhaltige Landnutzung den Wasserverbrauch steuern und ganze Landschaften widerstandsfähiger gegenüber Klimaextremen gestalten? Diese Erkenntnisse sind die Basis, um die Bedarfe für die Lebensmittelproduktion und die Wasserversorgung erfüllen zu können“, erläutert Tetzlaff ihre Motivation für ihr Forschungsthema.

Waldboden trockener als Grasland

Das Team untersuchte im Demnitzer Mühlenfließ zwei Standorte mit regionaltypischen Landnutzungen, einen Mischwald mit sandigen Böden und einer tief wurzelnden Zone und Grünland mit lehmigeren Böden und einer flacher wurzelnden Zone. Der Waldboden war wesentlich trockener, was auf Eigenschaften von Boden und Pflanzen zurückzuführen ist, so das IGB.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − „Digitaler Zwilling“ für das Kanalsystem soll Abwasserinfrastruktur beherrschbar machen

Projekt Rainman: Maßnahmen zur Starkregen-Vorsorge  − vor